Agentur-Hochzeit: ddp kauft deutschen Dienst von AP.

 

dpa bekommt einen starken Konkurrenten: ddp schnappt sich AP Deutschland  Nach langen Verhandlungen ist es perfekt: Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) berichtet, hat die Nachrichtenagentur ddp mit sofortiger Wirkung den deutschen Dienst der amerikanischen Associated Press (AP) übernommen. Für einen "mittleren zweistelligen Mio-Betrag", wie es heißt. Die 110 Mitarbeiter sollen an Bord bleiben, es gebe nur kleine Anpassungen der Belegschaft. Hinter dem Deal stehen die ddp-Investoren Peter Löw und Martin Vorderwülbecke. Löw kündigt in der "SZ" an: "Wir werden die beste Voll-Agentur in Deutschland sein." Und weiter: "Unsere Strategie ist es, dpa verzichtbar zu machen."

dpa bekommt einen starken Konkurrenten:

ddp schnappt sich AP Deutschland 

Nach langen Verhandlungen ist es perfekt: Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) berichtet, hat die Nachrichtenagentur ddp mit sofortiger Wirkung den deutschen Dienst der amerikanischen Associated Press (AP) übernommen. Für einen "mittleren zweistelligen Mio-Betrag", wie es heißt. Die 110 Mitarbeiter sollen an Bord bleiben, es gebe nur kleine Anpassungen der Belegschaft. Hinter dem Deal stehen die ddp-Investoren Peter Löw und Martin Vorderwülbecke. Löw kündigt in der "SZ" an: "Wir werden die beste Voll-Agentur in Deutschland sein." Und weiter: "Unsere Strategie ist es, dpa verzichtbar zu machen."

 

Mit der Übernahme haben die Investoren auch die Lizenz erworben, sämtliche Inhalte des internationlane AP-Dienstes zu nutzen. Die Lizenz gelte für zunächst 15 Jahre.

 

Die AP-Belegschaft äußerte sich mit Verwunderung zum Verkauf: "Nach wie vor bleiben der Belegschaft die Gründe für den Verkauf, der nun in trockenen Tüchern zu sein scheint, zum großen Teil ein Rätsel." Schließlich sei die AP mit einem Jahresumsatz von 13 Mio Euro hochprofitabel und habe regelmäßig Mio-Überschüsse an die amerikanische Mutter überwiesen. 

 

Der Betriebsrat begrüßt die Ankündigung der künftigen Eigentümer, dass nun nicht Stellenabbau im Fokus stehen solle, sondern Wachstum. Was das genau für die Mitarbeiter heißt - noch unklar. Die Belegschaft wartet derzeit auf die Klärung, wie es mit Stellen, Tarifverträgen, und den bisherigen Standorten (Frankfurt, Berlin, Regionalbüros) weitergeht.

cm/nk

 

 

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