Stunk: Die dpa-Oberen haben im Intranet Vorwürfe ihres Konkurrenten ddp scharf zurückgewiesen.

 

dpa-Chefs wehren sich gegen ddp-Attacken: "Alle diese Behauptungen sind falsch" Am Dienstag hat die Nachrichtenagentur ddp die Übernahme der deutschen AP-Tochter verkündet (kress.de vom 8. Dezember 2009) und diese Nachricht mit forschen Attacken auf Marktführer Deutsche Presse-Agentur (dpa) gewürzt. Die dpa will das Gebaren ihres Wettbewerbers öffentlich nicht kommentieren, doch im Intranet haben Geschäftsführung und Chefredaktion klare Kante gegeben. Vor allem der Auftritt des ddp-Miteigentümers Peter Löw bei einer Pressekonferenz in Berlin am Mittwoch hat die dpa-Oberen in Wallung gebracht. Er hatte der dpa u.a. vorgeworfen, "mit allen Mitteln“ ihre "Monopolstellung" zu verteidigen. "Alle diese Behauptungen sind falsch", kontern die dpa-Geschäftsführer Malte von Trotha (Foto r.) und Michael Segbers sowie Chefredakteur Wilm Herlyn (Foto l.) und sein Stellvertreter Wolfgang Büchner nun im Intranet ihres Unternehmens und stellen "rechtliche Schritte" in Aussicht. Umblättern!

dpa-Chefs wehren sich gegen ddp-Attacken:

 

"Alle diese Behauptungen sind falsch"

Am Dienstag hat die Nachrichtenagentur ddp die Übernahme der deutschen AP-Tochter verkündet (kress.de vom 8. Dezember 2009) und diese Nachricht mit forschen Attacken auf Marktführer Deutsche Presse-Agentur (dpa) gewürzt. Die dpa will das Gebaren ihres Wettbewerbers öffentlich nicht kommentieren, doch im Intranet haben Geschäftsführung und Chefredaktion klare Kante gegeben. Vor allem der Auftritt des ddp-Miteigentümers Peter Löw bei einer Pressekonferenz in Berlin am Mittwoch hat die dpa-Oberen in Wallung gebracht. Er hatte der dpa u.a. vorgeworfen, "mit allen Mitteln“ ihre "Monopolstellung" zu verteidigen. Löw sprach auch von "sittenwidrigen Vertragslaufzeiten mit rechtswidrigen Verlängerungsklauseln“ bei der dpa. Sie übe zudem "sozialen Druck“ auf Politik, Verlage und Journalistengewerkschaften aus und versuche, sich "illegale Kostenvorteile“ zu verschaffen.

 

Starker Tobak. Die dpa-Führung veröffentlichte daraufhin im Intranet der Agentur einen Text, der kress vorliegt. Die Geschäftsführer Malte von Trotha (Foto r.) und Michael Segbers sowie Chefredakteur Wilm Herlyn (Foto l.) und sein Stellvertreter Wolfgang Büchner kommentieren Löws Thesen darin wie folgt: "Alle diese Behauptungen sind falsch, wir weisen die Unterstellungen entschieden zurück und behalten uns rechtliche Schritte vor.“ Die Angriffe würden ein "bezeichnendes Licht auf die Einstellung der neuen AP-Eigentümer zu Begriffen wie Wahrhaftigkeit und Fairness (werfen)“, heißt es weiter in dem Text. "Wenn Informationen der Öffentlichkeit in eigener Sache so aussehen, wie mag es dann künftig um die Zuverlässigkeit der ddp-Nachrichtendienste bestellt sein?".

 

Das gesamte Schreiben lesen Abonnenten im Plus-Teil unter dieser Meldung. Hintergründe und Einschätzung der AP-Deutschland-Übernahme durch ddp stehen im aktuellen kressreport 25/09.

hk

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