"Schlankere Strukturen": Schlottau verlässt Spiegel-Gruppe.

11.12.2009
 nic
 

"Schlankere Strukturen":  Schlottau verlässt Spiegel-Gruppe "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe sortiert die Chefriege seiner Spiegel-Gruppe erneut um - und den Posten von Verlagsleiter und Vermarktungschef Christian Schlottau (Foto), 52, dabei aus. Schlottau verlässt die Verlagsgruppe zum Ende des Jahres, er scheide im "besten Einvernehmen und aller Freundschaft" aus, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung zu der überraschenden Personalie. "Der Wegfall dieser Position ist ausschließlich vor dem Hintergrund der neuen, schlankeren Strukturen zu sehen", äußert sich Saffe. Weitere Hintergründe - Umblättern.

"Schlankere Strukturen":

 

Schlottau verlässt Spiegel-Gruppe

"Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe sortiert die Chefriege seiner Spiegel-Gruppe erneut um - und die Position von Verlagsleiter und Vermarktungschef Christian Schlottau (Foto), 52, dabei aus. Schlottau verlässt die Verlagsgruppe zum Ende des Jahres, er scheide im "besten Einvernehmen und aller Freundschaft" aus, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung zu der überraschenden Personalie. "Der Wegfall dieser Position ist ausschließlich vor dem Hintergrund der neuen, schlankeren Strukturen zu sehen", äußert sich Saffe.

 

Schlottau war seit Anfang 2009 als Verlagsleiter für alle Produkte des Hauses zuständig und hatte im Besonderen die Ressorts Anzeigen- und Online-Vermarktung, Vertrieb, Marketing-Services und Werbung zur Aufgabe. Um diese Sparten kümmert sich jetzt Saffe persönlich. "Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die journalistischen Marken unseres Hauses sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt erfolgreich entwickelt haben und auch in den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten der letzten Monate hervorragend behaupten konnten", so Saffe über den scheidenden Schlottau.

 

Dieser war seit 1995 in verantwortlicher Stellung im Verlag aktiv, zunächst als Anzeigenverkaufsleiter. 2001 übernahm Schlottau zusätzlich gemeinsam mit Fried von Bismarck und Norbert Facklam die Geschäftsführung der Quality Channel GmbH (QC), dem Online-Vermarkter der Spiegel-Gruppe. Schlottau startete seine Laufbahn beim Spiegel-Gesellschafter Gruner + Jahr, später war er beim Jalag u.a. als Verlagsleiter für das legendäre "Tempo" und als Gesamtanzeigenleiter verantwortlich.

 

Im Sommer hatte Saffes strukturelle Entschlackungskur den Kopf von QC-Chefin Stefanie Lüdecke gefordert (kress.de vom 30. Juni 2009). Verkauf, Dispo und Marketingservces, Print wie Online, sollten unter der Regie von Facklam zusammengeführt werden, der wiederum an Schlottau berichtete - und nun künftig Ove Saffe direkt Rechnung schuldig ist. Die zentrale Vermarktungseinheit wurde zuvor unter dem Arbeitstitel Spiegel Premium angekündigt (kress.de vom 17. April 2009).

 

Vor gut einem Jahr hatte Ove Saffe bereits die Verlagsleitung des "manager magazins" eingespart und einige führende Mitarbeiter, darunter "mm"-Verlagsleiter Michael Voss, entfernt. Damals hatte Schlottau, gemeinsam mit Matthias Schmolz, dessen Aufgaben übernommen (kress.de vom 21. November 2008).

 

In der "Spiegel"-Geschäftsleitung bleiben damit neben Saffe noch Schmolz und von Bismarck, jeweils im Range des Verlagsleiters, übrig.

nic

 nic

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.