Burda lädt die digitale Elite zum DLD: "So etwas wie eine Sternfahrt"

 

Vergangenes Jahr blieben dem Besucher der Digital-Konferenz DLD (Digital-Life-Design) vor allem die Worte von Verleger und Gastgeber Hubert Burda im Ohr. Im Internet blieben nur „lousy pennies“, meldete er sich auf einen Beitrag von Techcrunch-Chef Michael Arrington zu Wort. „Die Leute waren im Krisenmodus“, sagt Marcel Reichart, der die Konferenz gemeinsam mit Stephanie Czerny (s. Foto) gründete und das Unternehmen DLD auch als Geschäftsführer leitet. Vom 24. bis 26. Januar trifft sich die Digital-Elite wieder in München.

Vergangenes Jahr blieben dem Besucher der Digital-Konferenz DLD (Digital-Life-Design) vor allem die Worte von Verleger und Gastgeber Hubert Burda im Ohr. Im Internet blieben nur „lousy pennies“, meldete er sich auf einen Beitrag von Techcrunch-Chef Michael Arrington zu Wort. „Die Leute waren im Krisenmodus“, sagt Marcel Reichart, der die Konferenz gemeinsam mit Stephanie Czerny (s. Foto) gründete und das Unternehmen DLD auch als Geschäftsführer leitet. Vom 24. bis 26. Januar trifft sich die Digital-Elite wieder in München.

Map Your Future“ lautet der krisenabgewandte und nach vorn gerichtete Slogan zur neuen Auflage des DLD, bei dem Hubert Burda und Internet-Ikone Yossi Vardi wieder den Konferenz-Vorsitz haben. Das inhaltliche Konzept der Vorjahre bleibt: Gründer, Investoren, Künstler, Wissenschaftler, Abenteurer und Journalisten, aka „Content-Lieferanten“, treffen sich, um über neue Trends zu sprechen. „Der DLD ist so etwas wie eine Sternfahrt“, sagt Czerny.

Welches die Themen des Jahres in der digitalen Welt werden, wollen Reichart und Czerny nicht prognostizieren. Sie verbinden das Unerwartete („connect the unexpected“) und schauen, was sich daraus ergibt. Zwar bieten sich eine ganze Reihe Trends an – Location Based Services, Mobile, Augmented Reality, Social Media (mehr denn je), Echtzeit – doch sie sind eigentlich nur die Bausteine für größere, umfassendere Fragen. „Viele Unternehmen spüren, dass es weiter geht. Jetzt stellt sich die Frage: Wo geht es hin?“, sagt Reichart.

Owen van Natta muss diese Frage beispielsweise für das Social Network MySpace beantworten, dem Facebook zuletzt den Rang ablief. Hulu-Chef Jason Kilar wird die Zukunft des Bewegtbilds und internationale Expansion im Blick haben. Frank Appel, der die Deutsche Post seit kurzer Zeit führt, wird sich intensiv mit der Digitalisierung der Kommunikationswege beschäftigen müssen. Gleiches gilt für einen klassischen Inhalteanbieter wie Thomson Reuters, dessen Chef Tom Glocer mit dem neuen Burda-Vorstandsvorsitzenden Paul-Bernhard Kallen auf einem DLD-Panel über Strategie spricht.

Zu den weiteren Teilnehmern gehören (nur eine kleine Auswahl): Jimmy Wales (Wikipedia), Skype-Gründer Niklas Zennström, Friedensnobelpreisträger Martti Ahtissari und sein Sohn, dopplr-Gründer Marko Ahtissari, Frank Schirrmacher, Samir Arora (Glam) und Abenteurer Bertrand Piccard. Eine ganze Reihe von Investoren, u.a. Klaus Hommels und Dharmash Mistry (Balderton) sind wie immer mit dabei. Reichart: "Erst Investoren bieten die Chance, neue Themen umzusetzen. Ohne Risikokapital keine neuen Unternehmen."

Die Konferenz, für die ein Teil der Teilnehmer erstmals bezahlen muss, sei internationaler geworden und mehr Frauen als bisher nähmen teil. „Diversity“ hat sich Stephanie Czerny oben auf die Agenda gesetzt. Die Konferenz bleibt ein Schmelztiegel von Digital-Tüftlern und Geldgebern, Denkern und Machern, Analysten und Geschichtenerzählern.

Ihre Kommentare
Kopf
Nora v. Schenckendorff

Nora Glück

heinrich+gretchen GmbH
Geschäftsführender Gesellschafter

22.01.2010
!

Schön zu sehen, dass die Branche sich inzwischen die richtigen Fragen stellt: Nicht mehr Social Media, Augmented Reality oder was immer die aktuellen Schlagwörter sein mögen, kommen zum Selbstzweck auf den Tisch, sondern fangen an, als Bausteine eines größeren Ganzen zu fungieren.

Aus meiner Sicht endlich die Chance, die Online-Kommunikation strategisch in Unternehmenskommunikation und damit unternehmerische Zielerreichungen einzubinden. Mein Wunschmotto für 2010? Raus aus dem Sandkasten!


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