"Selbstlernender Videorekorder": Axel Springer startet "watchmi"

27.01.2010
 

Axel Springer verbindet seine Programmie-Kompetenz ab sofort mit einem eigenen Online-Videorekorder: "watchmi" heißt das Personal-TV-Portal, auf dem Nutzer ab sofort eigene Kanäle mit ihren Lieblingssendungen anlegen können. "watchmi" zeichnet die Formate dann automatisch auf. Der Clou: Die Software lernt - und denkt mit. So werden den Nutzern Vorschläge gemacht für Sendungen, die sie auch interessieren könnten. Gleichzeitig erstellt "watchmi" für Werbekunden ein Interessenprofil der Konsumenten. Der Dienst ist kostenlos und soll sich über Werbung finanzieren.

Axel Springer verbindet seine Programmie-Kompetenz ab sofort mit einem eigenen Online-Videorekorder: "watchmi" heißt das Personal-TV-Portal, auf dem Nutzer ab sofort eigene Kanäle mit ihren Lieblingssendungen anlegen können. "watchmi" zeichnet die Formate dann automatisch auf. Der Clou: Die Software lernt - und denkt mit. So werden den Nutzern Vorschläge gemacht für Sendungen, die sie auch interessieren könnten. Gleichzeitig erstellt "watchmi" für Werbekunden ein Interessenprofil der Konsumenten.

Der Dienst ist kostenlos und soll sich über Werbung finanzieren. Die Vermarktung läuft über Axel Springer Media Impact. Das Interesse ist laut einem Springer-Sprecher groß - wann die ersten Spots oder Anzeigen zu sehen sind, ist noch unklar.

Ein Manko hat "watchmi" allerdings: Der Dienst läuft nur über Windows Vista und Windows 7 - Voraussetzung für die Nutzung von "watchmi" ist eine vorinstallierte TV-Karte für das Windows Media Center. Mac-Nutzer sind damit (erstmal) außen vor.

Die Sendungen werden lokal auf der Festplatte gespeichert, im Angebot sind alle Sender, die der Zuschauer über Satellit oder terrestrisch empfangen kann. Künftig sollen auch Video-Podcasts und andere Online-Videos verfügbar sein. Auch Software-Versionen für Set-Top-Boxen sowie mobile und webbasierte Applikationen sind geplant.

Die Programmdaten stammen zwar aus der "TV Digital"-Redaktion, die Zeitschrift taucht auf der Website aber nicht auf - Springer startet "watchmi" als Eigenmarke ohne direkte Anbindung. Der Dienst ist recht bunt auf hip getrimmt.

Mit "watchmi" reagiert Springer auf den Trend der zeitversetzten TV-Nutzung - Online-Videorekorder gibt es allerdings bereits. Bei Anbietern wie "save.tv" und "shift.tv" kostet das Angebot 5 bis 10 Euro im Monat, bei anderen Anbietern wie "onlinetvrecorder.com" ist es kostenlos.

Der Vorteil von "watchmi" könnte - neben der kostenlosen Nutzung - die Verknüpfung mit den redaktionellen Daten sein, auf der die Sendungsempfehlungen basieren. Die aktive und selbstlernende Empfehlungsfunktion ist laut Springer derzeit einzigartig.

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