Details zu DuMonts Pool-Redaktionen: Fehrle und von Heusinger sollen Führung übernehmen

 

Brigitte Fehrle, derzeit stellvertretende Chefredakteurin der "Berliner Zeitung", soll offenbar die Führung des geplanten Politik- und Wirtschaftspools der Abo-Titel von M. DuMont Schauberg übernehmen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Zweiter Mann werde Robert von Heusinger, bislang Wirtschaftschef der "Frankfurter Rundschau". Etwa 25 Journalisten sollen laut "SZ" in die DuMont-Redaktionsgemeinschaft (Arbeitstitel) wechseln.

Brigitte Fehrle, derzeit stellvertretende Chefredakteurin der "Berliner Zeitung", soll offenbar die Führung des geplanten Politik- und Wirtschaftspools der Abo-Titel von M. DuMont Schauberg übernehmen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Zweiter Mann werde Robert von Heusinger, bislang Wirtschaftschef der "Frankfurter Rundschau".

Der Plan des Kölner Zeitungshauses, Pools für die Politik- und Wirtschaftsberichterstattung zu schaffen, ist seit Längerem bekannt. Die DuMont-Redaktionsgemeinschaft (Arbeitstitel) soll neben "Berliner Zeitung" und "FR" auch "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" versorgen. Die Politik wird ihren Sitz in Berlin haben, geplanter Standort für die Wirtschaftsberichterstattung ist Frankfurt (kress.de vom 3. September 2009).

Laut "SZ" sollen etwa 25 Journalisten in der neuen Firma arbeiten. Weitere Details zum Konstrukt nennt die Zeitung nicht. Eine offizielle Bestätigung des Berichts durch M. DuMont Schauberg steht noch aus. Das Zeitungshaus will am späten Freitag nachmittag zunächst die Mitarbeiter über die Pläne informieren.

Die Redaktion der "Berliner Zeitung" wehrt sich gegen das Vorhaben, weil sie um Arbeitsplätze und den Status einer Vollredaktion bangt. Am 12. Januar hat sie sich in einem offenen Brief noch einmal an die Führung von M. DuMont Schauberg gewandt und gegen die Pläne protestiert (kress.de vom 14. Januar 2010).

Auch die Gewerkschaft verdi hat das Vorhaben unterdessen kritisiert: Die neue Zentralredaktion sei gesellschaftsrechtlich vom Verlag getrennt und "damit auf Grund der Neugründung zunächst ohne Bindung an die branchenüblichen Tarifverträge". verdi fordert die Konzernspitze vom MDS dazu auf, "baldmöglichst Verhandlungen über die Wahrung der Tarifstandards aufzunehmen". "Mit dem Weg der Ausgliederung wird gegen das Redaktionsstatut der Berliner Zeitung verstoßen, nach dem die Berliner Zeitung als Vollredaktion über eigene überregionale Ressorts verfügt", kritisiert Matthias von Fintel, verdi-Tarifsekretär Medien. Zudem verbiete der Haustarifvertrag für die "Frankfurter Rundschau" solche Ausgliederungen. Die Gewerkschaft will nun prüfen, ob und wie sie gegen diesen "Verstoß" vorgeht.

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