Keine Strategie für Hamburg: Ketchum Pleon zieht sich von der Elbe zurück

01.02.2010
 

Der frisch-fusionierte PR-Riese Ketchum Pleon strafft die Strukturen: Wie Deutschland-Chef Frank Behrendt gegenüber dem "Kontakter" sagte, wird die Agentur ihr Hamburger Büro dicht machen. Vom Aus seien noch rund eine Handvoll feste Mitarbeiter betroffen, denen man alternative Posten im Netzwerk angeboten habe - manche suchen sich aber offenbar andere Brötchengeber. Standort-Chefin Sweelin Heuss habe das Unternehmen "auf eigenen Wunsch verlassen", so Behrendt. Wohin sie geht, ist allerdings unklar.

Der frisch-fusionierte PR-Riese Ketchum Pleon strafft die Strukturen: Wie Deutschland-Chef Frank Behrendt gegenüber dem "Kontakter" sagte, wird die Agentur ihr Hamburger Büro dicht machen. Vom Aus seien noch rund eine Handvoll feste Mitarbeiter betroffen, denen man alternative Posten im Netzwerk angeboten habe - mache suchen sich aber offenbar andere Brötchengeber. Standort-Chefin Sweelin Heuss habe das Unternehmen "auf eigenen Wunsch verlassen", so Behrendt. Wohin ist unklar.

Heuss hatte die Elbe-Dependance im März 2008 mit zehn Leuten wieder auf die Füße gestellt, nachdem sich Pleon 2002 bereits schon einmal aus Hamburg verabschiedet hatte. "Ganz klar, der Rückzug aus einer solchen Stadt war aus heutiger Sicht ein Managementfehler", sagt Behrendt - besser wäre eine Sanierung und Neuausrichtung gewesen.

Grund für den neuerlichen Rückzug sei nicht Kundenmangel, man habe an der Elbe "siebenstelliges Income" erwirtschaftet. Seit dem Zusammenschluss mit Ketchum benötige man allerdings keinen Hamburger Standort mehr. Künftig vertritt die assoziierte Agentur Molthan van Loon Ketchum Pleon in Hamburg, auf der Unternehmens-Homepage wird bereits auf die Partneragentur verwiesen. Zudem wurde das Berliner Büro ausgebaut, das praktisch um die Ecke liegt - und mit rund 80 Beratern deutlich größer ausfällt.

Hintergrund: Ketchum und Pleon hatte sich Mitte 2009 zusammen geschlossen, außerhalb Europas firmiert die Agentur unter dem Namen Ketchum (kress.de vom 16. Juni 2009).

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