ddp/DAPD: Umzug nach Berlin möglich, Schweizer Dienst am Ende

03.02.2010
 

Die Eigentümer der Nachrichtenagentur ddp spielen offenbar mit dem Gedanken, den Nachrichtendienst DAPD nach Berlin zur ddp umziehen zu lassen. Der DAPD ist aus dem deutschen AP-Dienst hervorgegangen, der seit sieben Wochen zur ddp gehört. Ein ddp-Sprecher bestätigte gegenüber kress einen entsprechenden Bericht der "FAZ" (Mittwochsausgabe). Möglicherweise fällt die Entscheidung darüber jedoch erst, wenn der neue "Oberchefredakteur" Cord Dreyer an Bord ist. 

Die Eigentümer der Nachrichtenagentur ddp spielen offenbar mit dem Gedanken, den Nachrichtendienst DAPD nach Berlin zur ddp umziehen zu lassen. Der DAPD ist aus dem deutschen AP-Dienst hervorgegangen, der seit sieben Wochen zur ddp gehört.Ein ddp-Sprecher bestätigte gegenüber kress einen entsprechenden Bericht der "FAZ" (Mittwochsausgabe). Möglicherweise fällt die Entscheidung darüber jedoch erst, wenn der neue "Oberchefredakteur" Cord Dreyer an Bord ist.

Entschieden ist jedoch bereits das Aus des Schweizer DAPD-Dienstes, künftig soll es nur noch ein Korrespondentenbüro in dem Alpenstaat geben. Betroffen sind hier 14 Mitarbeiter - wie viele gehen müssen, ist laut ddp noch nicht entschieden.

Die Redaktion des DAPD hatte sich am Freitag, 29. Januar 2010 mit einer Mail an die ddp-Eigentümer gewandt, um ihr Misstrauen auszudrücken. Darin ist von 34 ausgesprochenen Kündigungen seit der Übernahme die Rede. Die ddp will diese Zahl auf Anfrage nicht bestätigen - darunter befänden sich aber auch Pauschalisten, freie Mitarbeiter und Teilzeit-Mitarbeiter.

Die "FAZ" zitiert zudem aus einer Mail von ddp-Chefredakteur Joachim Widmann, in der von "personellen Erweiterungen" die Rede sei - allerdings solle besonders die ddp gestärkt werden. Während die ddp als Basisdienst "blattmacherisch" tätig sein soll, werde der DAPD Hintergrund- und Exklusivberichterstattung zuliefern. Laut einem ddp-Sprecher wird über das endgültige Konzept sowie die Zusammenarbeit zwischen ddp und DAPD aber erst entschieden, wenn Dreyer vor Ort ist.

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