Das kress-Zitat: "Damit alles beim Alten bleibt, muss sich alles ändern"

 

"Damit alles beim Alten bleibt, muss sich alles ändern. Als Focus 1993 erschien, sprachen viele von 'Häppchen' oder 'gedrucktem Fernsehen'. Infographiken aber haben mich schon bei Diderots Encyclopédie oder bei USA Today fasziniert. Die Info-Elite, die wir mit Focus erreicht haben, ist heute im Netz. Insofern muss sich der Focus adjustieren. Wie der Gründer Markwort das macht finde ich gut." Verleger Hubert Burda (Foto) in einem Interview mit Hans-Jürgen Jakobs, unlängst von Helmut Markwort als "Stalker" geschmäht, für die "Süddeutsche Zeitung" vom 6./7. Februar

"Damit alles beim Alten bleibt, muss sich alles ändern. Als Focus 1993 erschien, sprachen viele von 'Häppchen' oder 'gedrucktem Fernsehen'. Infographiken aber haben mich schon bei Diderots Encyclopédie oder bei USA Today fasziniert. Die Info-Elite, die wir mit Focus erreicht haben, ist heute im Netz. Insofern muss sich der Focus adjustieren. Wie der Gründer Markwort das macht finde ich gut."

"Rupert Murdoch ist mit seinem Wall Street Journal oder My Space gut unterwegs. Auch Axel Springer ist auf Kurs. Ich sehe aber auch viele, die meinen, das bisherige Verlegermodell sei nur eine line extension in diese neue Welt. Das habe ich vor zehn Jahren auch geglaubt. So ist 'Focus Online' entstanden. Für Erlöse sorgt dort heute aber E-Commerce. Print und Online sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Es ist wie bei Fugger: Das Management des alten terrestrischen Systems ist nicht immer geeignet für das Maritime. Seeleute und Fuhrleute haben unterschiedliche Mentalitäten. Noch bringt das alte System weitaus mehr Cash - aber das Neue wird kommen."

"Ich kenne keinen bei uns, der nicht erfolgreich ist ... Natürlich muss man Tore schießen, sonst kann man nicht in der Mannschaft bleiben. Die Schwungkraft dieses Hauses hängt von jenen ab, die gute Geschichten erzählen."

"Zu mir sagt niemand 'Patriarch'. Der Titel, der mir am meisten bedeutet, ist die Promotion. Das war 1965, und zog den Umzug des Verlags in diese Stadt (Anm. der Redaktion: München) nach sich."

"In Familienunternehmen kommt man nicht so einfach nach oben, wie sich das die meisten vorstellen. Das ist ein survival of the fittest."


Verleger Hubert Burda in einem Interview mit Hans-Jürgen Jakobs, unlängst von Helmut Markwort als "Stalker" geschmäht, für die "Süddeutsche Zeitung" vom 6./7. Februar

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