Fußball-Magazin "ran" im kress-Check: Der weite Weg in die Champions League

09.02.2010
 

Ab Mittwoch dem 10. Februar kommt seit langer Pause wieder ein neues Fußball-Magazin auf den Markt. "ran" heißt es, genauso wie die wiederbelebte Sat.1-Fußballmarke. Das 115-seitige Heft kostet 2,90 Euro und erscheint im Bielefelder Special-Interest Verlag Delius Klasing. Die Arminia spielt allerdings keine Rolle, es geht um europäischen Spitzenfußball, die UEFA Champions League und die UEFA Europa League. Ob "ran" selbst in die Königsklasse der Fußball-Magazine aufsteigen kann und wie das Magazin von innen aussieht -

Ab Mittwoch dem 10. Februar kommt seit langer Pause wieder ein neues Fußball-Magazin auf den Markt. "ran" heißt es, genauso wie die wiederbelebte Sat.1-Fußballmarke. Das 115-seitige Heft kostet 2,90 Euro und erscheint im Bielefelder Special-Interest Verlag Delius Klasing. Die Arminia spielt allerdings keine Rolle, es geht um europäischen Spitzenfußball, die UEFA Champions League und die UEFA Europa League.

"Bayern entschlüsselt  - Warum Robben & Co. so lange brauchten, um Louis van Gaal zu verstehen" ist das Titelthema der Premieren-Ausgabe. Das Kölner Redaktionsbüro von Fred Wipperfürth, das in Zusammenarbeit mit der Sat.1-"ran"-Redaktion die Seiten füllt, stimmt also in die allgegenwärtigen Jubelarien auf den neuen, jetzt auch erfolgreichen Bayern-Coach ein. 

Ein Thema, das bei der Champions League immer auf der Hand liegt, ist der FC Barcelona. Dem Titelverteidiger widmet "ran" ein Dossier. Natürlich geht es hier um den "unfassbaren" Lionel Messi und das Zauber-Mittelfeld mit Xavi, Iniesta und Co.

Weitere Porträts gibt es von der Deutschland-Ausgabe von Messi, Mesut Özil, Jerome Boateng und Franceso Totti ("Die spinnen die Römer"). Dazu haufenweise Daten, Analysen, Fotostrecken.

Dass kein falscher Eindruck entsteht, Fred Wipperfürth hat hier fabelhafte Fußball-Journalisten am Start: u.a. Javier Caceres ("SZ"), Raphael Honigstein ("SZ"), Jörg Marwedel, Oliver Trust. Aber die Geschichten über Barca, van Gaal und Mesut Özil stehen auch im "kicker", in "Sport Bild", in "11 Freunde" oder in den Champions-League-Sonderheften aus dem Olympia Verlag und Springer.

Es stecke eine unglaubliche Faszination im großen internationalen Fußball, diese Faszination bewege Millionen, sagt Wipperfürth. Er verweist auf die 7,21 Millionen die Ende November Bayern gegen Haifa auf Sat.1 geguckt haben. "Wir fanden, es sei an der Zeit, sich mit einem Magazin auf diesen Fußball zu konzentrieren."

Die junge Zielgruppe könnte sich am Stil des "ran"-Magazins erwärmen. Der kleinteilige, bunte Aufbau einiger Seiten (siehe Galerie) erinnert an "Bravo Sport", das wie das Basektball-Heft "Basket" aus der Wipperfürth-Redaktionswerkstatt kommt.

"ran" erscheint 8 Mal in diesem Jahr, die Auflage liegt bei 180.000 Exemplaren.

Ob es in die Champions League der Fußball-Magazine aufsteigt, wird auch vom Abschneiden der deutschen Mannschaften abhängen. Gewinnt van Gaal tatsächlich den Pott, könnte es was werden. Bei einem frühen Ausscheiden von Bayern, Leverkusen, Schalke & Co. in der nächsten CL-Saison könnte dem gedruckten "ran" das gleiche Schicksal drohen wie Arminia Bielefeld: der Abstieg.

Ihre Kommentare
Kopf
Fred Wipperfürth

Fred Wipperfürth

RFW GmbH & Co.Kg
Chefredakteur, Geschäftsführer

09.02.2010
!

Hallo Herr Bartl, interessante Betrachtung! Nur der Schluß zum Schluß befremdet! Speziell einen Fußballfreund, den weder sein Wohn-, noch sein Arbeitsort (GL, K), noch eine Verbundenheit aus ehemals aktiver Zeit verdächtig macht, ein Fan der Arminia zu sein. Aber, mit Platz 4 in der 2. Liga droht denen sicher nicht der Abstieg. Sondern es bleiben, bei aller (möglichen) finanzieller Not, eher die Chancen auf den Aufstieg. Ein Schluss, der uns fürs ran Magazin natürlich wohltut. MfG, fw


Marc Bartl

Marc Bartl

Johann Oberauer GmbH
Chefredakteur kress.de

10.02.2010
!

@ Fred Wipperfürth: Danke für das schnelle Feedback. Das mit dem Abstieg von Arminia Bielefeld ist bildhaft gemeint. Die Entwicklung des Vereins aus Ostwestfalen ist ja sowohl sportlich als auch finanziell negativ. Wer als Erstligaabsteiger als klares Ziel Aufstieg ausgibt und wem, Stand heute, neun Punkte auf einen direkten Aufstiegsplatz fehlen, der kann nicht zufrieden sein. Von mir aus können sie nächstes Jahr aufsteigen, dieses Jahr aber ist der FCK und St. Pauli dran. Alles Gute für "ran"!


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