Kalkofe kotzt der TV-Fasching an: "Lebensfreude wie auf dem Katasteramt"

13.02.2010
 

Der Satiriker Oliver Kalkofe (Foto links und rechts vorne) knöpft sich den TV-Fasching vor: ARD und ZDF zelebrierten Lebensfreude wie auf dem Katasteramt, so Kalkofe im "Spiegel". Karneval im Fernsehen habe nichts mit Humor zu tun und sei für die Menschen "die zu schwach sind, um rauszugehen. Da wird der gute Korn aus dem Schrank geholt und Konfetti auf den Tisch gelegt, und dann geht’s los."

Der Satiriker Oliver Kalkofe knöpft sich den TV-Fasching vor: ARD und ZDF zelebrierten Lebensfreude wie auf dem Katasteramt, so Kalkofe im "Spiegel". Karneval im Fernsehen habe nichts mit Humor zu tun und sei für die Menschen "die zu schwach sind, um rauszugehen. Da wird der gute Korn aus dem Schrank geholt und Konfetti auf den Tisch gelegt, und dann geht’s los."

Das Programm erfülle vor allem einen Effekt: "Das eingeschlafene Publikum merkt, dass Februar ist." Im Programm gehe es sonst so gleichförmig zu, dass Karneval und Weihnachten die einzigen Unterschiede böten.

Auch die Hoffnung auf Karnevalssendungen mit politischem Anstrich hat Kalkofe aufgegeben: "Das würde nicht funktionieren. Das Publikum ist schon so eingelullt, dass es politische Gags gar nicht mehr verstehen würde." Zudem taugten nur wenige Politiker für ironische Zuspitzungen. Man könne nicht "den ganzen Tag Westerwelle-Witze machen".

Dass der TV-Fasching hauptsächlich bei ARD und ZDF und weniger bei den privaten Sendern stattfindet, interpretiert Kalkofe im "Spiegel" so: "Die jüngere Zielgruppe der Privatsender ist zu der Zeit ja auf der Straße und säuft selbst."

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