Döpfner ist sauer auf Vorderwülbecke und Löw: Springer kündigt Vertrag mit ddp

 

Dumm gelaufen: Die Axel Springer AG hat der Nachrichtenagentur ddp zum 31. August 2010 die Zusammenarbeit aufgekündigt. Offiziell will sich der Verlag zu Vertragsbeziehungen mit Dienstleistern zwar nicht äußern, Unternehmenskreise bestätigten kress aber eine entsprechende Meldung des Branchendienstes "Meedia". Einer der Gründe für die Kündigung: Springer-Boss Mathias Döpfner ist sauer auf die ddp-Eigentümer Martin Vorderwülbecke und Peter Löw.

Dumm gelaufen: Die Axel Springer AG hat der Nachrichtenagentur ddp zum 31. August 2010 die Zusammenarbeit aufgekündigt. Offiziell will sich der Verlag zu Vertragsbeziehungen mit Dienstleistern zwar nicht äußern, Unternehmenskreise bestätigten kress aber eine entsprechende Meldung des Branchendienstes "Meedia".

Einer der Gründe für die Kündigung: Springer-Boss Mathias Döpfner ist sauer auf die ddp-Eigentümer Martin Vorderwülbecke und Peter Löw. Voderwülbecke hatte Döpfner im Januar einen Brief geschrieben, und ihn ultimativ aufgefordert, den Vertrag mit DAPD (ehemals AP) zu verlängern. Dieser Dienst gehört seit Ende 2009 ebenfalls zur ddp-Gruppe (kress.de vom 8. Dezember 2009).

Die Begründung, die Vorderwülbecke für die forsche Forderung nannte, fand prompt ihren Weg in einen "Spiegel"-Bericht vom vergangenen Montag: "Mein Mitgesellschafter Dr. Dr. Peter Löw hat mich auf die schlechten Erfahrungen hingewiesen, die er bereits im Zusammenhang mit der Weltkunst Verlagsgruppe mit Ihrem Verlag gemacht hat und zur äußersten Vorsicht aufgefordert. Deshalb fordere ich Sie auf, bis zum 18.1.2010 den verhandelten Vertrag von Ihrer Seite rechtsgültig an uns zurückzusenden (Fax reicht). Wir würden ansonsten die Dienste abschalten."

Döpfner hatte den Vertrag mit DAPD offenbar schon vor Eintreffen des Briefes  verlängert, wertete Vorderwülbeckes Schreiben aber als Frechheit. Weiterer Grund für die Kündigung der ddp-Dienste soll laut Springer-Kreisen Unzufriedenheit mit ihrer redaktionellen Qualität sein. Man rechne damit, dass sich die Qualität angesichts der Gesellschafter Löw und Vorderwülbecke weiter verschlechtere. Bei Springer heißt es zudem, trotz der Vertragsverlängerung stünden auch die Dienste von DAPD auf dem Prüfstand.

Ihre Kommentare
Kopf

Jens Ohrmann

15.02.2010
!

Interessant zu sehen wie unprofessionell in großen Unternehmen gearbeitet wird. Da dringen zwischenmenschliche Probleme gleich als Pressemeldung nach außen und Eitelkeiten fordern ihren Tribut. Ein bißchen zum Schmunzeln, gleichzeitig aber auch ein Armutszeugnis.


Coskun (Josh) Tuna

Coskun Tuna

yeew GmbH
Gesellschafter Geschäftsführer

15.02.2010
!

GZSZ in den oberen Etagen. Die Serie würde ich glatt abonieren. Per Brief ist ja schon wie ein Staatsakt. Wieviel Geld geht der ddp Gruppe dadurch jetzt verloren?


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