"Wired" stellt iPad-Dummy vor

Das "Wired"-Magazin stellt in einem schicken Promo-Video eine Dummy-Version seiner iPad-App vor. "Es läuft gerade eine Revolution ab", sagt Scott Dadich, der Creative Director der US-"Wired", in dem Video. Gemeinsam mit Adobe wolle man eine "neue Welt für Zeitschriften" entwickeln.

Wenn die elektronische "Wired" so wird, wie sich das der Verlag Condé Nast und das Software-Unternehmen Adobe vorstellen, könnte das Lesen der Zeitschrift auf dem iPad von Apple tatsächlich Spaß machen. Die Magazininhalte können von links nach rechts, von oben nach unten und natürlich umgekehrt per Fingerbewegung ohne Ruckeln gescrollt und vergrößert werden.

Manche Illustrationen sind animiert, andere Objekte lassen sich drehen, um sie von allen Seiten betrachten zu können. Dieses Feature will man offensichtlich vor allem den Anzeigenkunden verkaufen. Im Dummy ließ sich ein Sportwagen dreidimensional darstellen. Per Verknüpfung mit Social Media-Tools lassen sich Artikel mit Freunden teilen, posten und verbreiten. Leser sollen sich mit den Inhalten "aktiv beschäftigen", so Kreativchef Dadich.

"Darauf haben wir 15 Jahre gewartet", sagt Chris Anderson, der Chefredakteur der US-"Wired", in dem Video. "Und zum ersten Mal schätzen die Menschen solche Anwendungen vielleicht so sehr, dass sie für sie bezahlen." Geräte wie das iPad ermöglichten, dass man Medien künftig auf eine völlig neue Art konsumieren könne.

"Wenn wir die Bedürfnisse von 'Wired' befriedigen können, dann haben wir auch für viele andere Zeitschriften die Lösung", sagt zum Schluss des überzeugenden, aber sehr werblichen Videos Adobe-Mann Jeremy Clark. "Wired" ist für Adobe so etwas wie der Lockstoff, mit dem weitere Kunden angezogen werden sollen, eigene iPad-Apps in Auftrag zu geben.

Was die App kosten soll, wie sie vertrieben wird (vermutlich zunächst über den App-Store) und wie das Geschäftsmodell aussieht, wird in dem Video natürlich nicht verraten. Das iPad gibt es ja noch nicht einmal zu kaufen. Und was die Produktion einer regulären iPad-Version einer Zeitschrift kostet, bleibt der Fantasie der Apple-Jünger überlassen.

Ihre Kommentare
Kopf

r m

17.02.2010
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das sieht alles klasse aus, eines verstehe ich aber nicht: es geht im video um eine partnerschaft von wired und adobe, einige der animationen sehen (für mich als laien) nach flash aus. der ipad wird aber flash nicht erlauben. wie soll dieses dummy dann auf einem ipad funktionieren?


Christian Meier

Christian Meier

WeltN24 GmbH
Redakteur für Medienthemen

17.02.2010
!

@r m - Steve Jobs setzt beim iPad auf HTML5, das seiner Meinung nach Flash überlegen ist. Die "Wired"-App wird, das vermute ich zumindest, darauf eingestellt sein. Dass Adobe auch beim iPad einen Fuß in die Tür bekommen will, ist nachvollziehbar. Sich dieses Geschäft durch die Lappen gehen zu lassen, wäre fahrlässig. Flash hin oder her.


Reto Aeberli

17.02.2010
!

@r m und @Cristan Meier

Die Wired App ist in Flash entwickelt und wird aus den daten von Indesign gefüttert. Mit dem Packager for iPhone/iPad ist es möglich Flash App in eine native iPhone App zu konvertieren. Es gibt bereits einige Apps im App Store die mit Flash gemacht wurden. Das ganze wurde letzten November an der MAX in Los Angeles vorgestellt. Auf den Adobe Labs Seiten findet sich dazu mehr Informationen.


Christian Meier

Christian Meier

WeltN24 GmbH
Redakteur für Medienthemen

17.02.2010
!

Danke, Reto!


Carlos

25.02.2010
!

Kam gerade über Twitter rein und ist vielleicht interessant für diejenigen, die sich für Wired und Interview auf dem iPad interessieren: http://www.vivacities.de/index.php/allerlei/formwandler-konzepte-fur-digitale-magazine-auf-dem-ipad/


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