Neuer Chef von DAPD ddp in Sichtweite: Cord Dreyer startet schon am 1. April

 

Cord Dreyer (Foto), 47, beschleunigt seinen Schritt: Er wird schon zum 1. April als Chefredakteur und Geschäftsführer bei der Agenturgruppe DAPD ddp antreten. Dreyer übt diese Doppelfunktion derzeit noch bei der  Wirtschaftsagentur dpa-AFX aus, die mehrheitlich zur dpa gehört, der großen Rivalin von DAPD ddp. Zunächst hatte es geheißen, er werde spätestens zum 1. August den Arbeitgeber wechseln (kress.de vom 28. Januar 2010), doch nun hat ihn die dpa vorzeitig aus dem Vertrag entlassen.

Cord Dreyer, 47, beschleunigt seinen Schritt: Er wird schon zum 1. April als Chefredakteur und Geschäftsführer bei der Agenturgruppe DAPD ddp antreten. Dreyer übt diese Doppelfunktion derzeit noch bei der  Wirtschaftsagentur dpa-AFX aus, die mehrheitlich zur dpa gehört, der großen Rivalin von DAPD ddp.

Zunächst hatte es geheißen, er werde spätestens zum 1. August den Arbeitgeber wechseln (kress.de vom 28. Januar 2010), doch nun hat ihn die dpa vorzeitig aus dem Vertrag entlassen. Überraschend kommt das nicht: DAPD ddp hat ebenfalls Mitarbeiter ungehindert ziehen lassen, die den umgekehrten Weg nehmen und in Richtung dpa wechseln wollten. So darf etwa der DAPD-Vize und -Inlandschef Froben Homburger eher zur großen Konkurrenz gehen.

Peter Löw und Martin Vorderwülbecke, die Eigentümer der ddp-Gruppe, hatten im Dezember den deutschen Ableger der US-Agentur AP übernommen und wenig später zu DAPD umgetauft (kress.de vom 8. Dezember 2009). Zu Dreyers Aufgaben wird nun auch gehören, den Dienst mit ddp zusammenzuführen. Die bisherigen Chefredakteure Joachim Widmann (ddp) und Peter Gehrig (DAPD) sollen laut Unternehmen aber im Amt bleiben.

Erklärtes Ziel der Eigentümer der neu formierten Agenturgruppe ist es, eine preiswerte und flexible Alternative zur dpa aufzubauen. In der vergangenen Woche kam ihr Angriff auf den Marktführer allerdings erst einmal ins Stocken: Löw und Vorderwülbecke mussten  den Verlust eines wichtigen Kunden verschmerzen. Axel Springer beendete die Zusammenarbeit mit ddp - Unternehmensboss Mathias Döpfner hatte sich wohl über einen Brief Vorderwülbeckes geärgert (kress.de vom 15. Februar 2010).

Die Attacke der DAPD ddp gilt nicht allein der dpa: Löw und Vorderwülbecke haben sich auch die französische AFP vorgenommen. Sie werfen ihr vor, von Subventionen des französischen Staats zu leben und so den Wettbewerb zu verfälschen. Am Montag hat DAPD ddp in der Angelegenheit eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt.

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