Der Bauplan steht: Bertelsmanns Online-Kiosk nimmt Gestalt an

25.02.2010
 
 

Der geplante Digital-Kiosk der Bertelsmann Direct Group und der G+J-Tochter Deutscher Pressevertrieb (DPV) nimmt Gestalt an: Er solle Mitte 2010 in einem "Softlaunch" seine Pforten öffnen, kündigte DPV-Geschäftsführer Olaf Conrad (Foto) im Gespräch mit "Horizont" an. An der Servicefirma, die den Kiosk für digitale Inhalte betreiben wird, könnten sich alle Verlage beteiligen. Die übrigen Anteile würden die Direct Group und der DPV selbst halten.

Der geplante Digital-Kiosk der Bertelsmann Direct Group und der G+J-Tochter Deutscher Pressevertrieb (DPV) nimmt Gestalt an: Er solle Mitte 2010 in einem "Softlaunch" seine Pforten öffnen, kündigte DPV-Geschäftsführer Olaf Conrad (Foto) im Gespräch mit "Horizont" an.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Vertriebsplattform für digitale Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchinhalte. An der Servicefirma, die den Kiosk betreiben wird, könnten sich alle Verlage beteiligen, so Conrad. Die übrigen Anteile würden die Direct Group und der DPV selbst halten. Conrad rechnet damit, dass eine Handvoll großer und mittlerer Verlage als Gesellschafter mitmachen werden. Deutlich mehr will er als Vertriebspartner gewinnen. Er habe mit 20 Verlagen gesprochen und keine Absage erhalten, so Conrad zu "Horizont". Wer sich an der Betreiberfirma beteiligen will, muss ihr seine Inhalte exklusiv zur Verfügung stellen, für Vertriebspartner gilt diese Bedingung hingegen nicht.

Hintergrund für das Projekt: Bestehende Inhalte-Plattformen wie die von Apple haben aus Sicht der Verlage den Nachteil, dass die Hoheit über Inhalte, Preise und Vermarktung nicht bei ihnen liegt und sie keine eigene Kundenbeziehung unterhalten. Der Digital-Kiosk von Direct Group und DPV soll hingegen nur als Mittler auftreten:  Abo- und Einzelkaufverträge mit den Nutzern schließt der jeweilige Inhaltelieferant, die Betreiber der Plattform kassieren eine Provision.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten sich bereits am Mittwoch G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz und WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach dafür ausgesprochen, einen gemeinsamen Vertriebskanal "einer breiten Verlagsallianz für den Vertrieb digitalen Contents über alle mobilen und stationären Endgeräte" zu schaffen (kress.de vom 24. Februar 2010).

 

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