P7S1 präsentiert schwarze Zahlen und neuen Vorstand: Dan Marks löst Marcus Englert ab

04.03.2010
 

Dan Marks, 47, wird zum 1. Mai Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG. Als Chief New Media Officer ist er künftig insbesondere für die Digital-Strategie der Gruppe, sowie für die operative Führung des Online-, Pay-TV und VoD-Geschäfts verantwortlich. Marks übernimmt die Geschäfte von Marcus Englert, der das Unternehmen verlässt (kress.de vom 19. November 2009).

Dan Marks, 47, wird zum 1. Mai Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG. Als Chief New Media Officer ist er künftig insbesondere für die Digital-Strategie der Gruppe, sowie für die operative Führung des Online-, Pay-TV und VoD-Geschäfts verantwortlich. Marks übernimmt die Geschäfte von Marcus Englert, der das Unternehmen verlässt (kress.de vom 19. November 2009).

Marks kommt von der British Telecom, wo er als CEO von BT Vision die Entertainment-Strategie des Unternehmens entworfen und umgesetzt hat. BT Vision ist ein IPTV-Service. Marks hat für BT auch das Projekt Canvas gegründet - eine Plattform von British Telecom, BBC und ITV, die TV- und Breitband-Internet vereint. Zudem verantwortete er als Deputy Managing Director von BT Consumer das Onlinegeschäft, Media und Broadcast Services und das Business Development.

Laut Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1, ist Marks ein "Entertainment-Mann mit einem echten Gespür für neue TV- und Online-Entwicklungen".

Marcus Englert, Vorstand New Media und Diversifikation und Vorsitzender der Geschäftsführung der Seven One Intermedia, räumt bei P7S1 Ende April seinen Schreibtisch. Er arbeitet seit 12 Jahren für die Sendergruppe. Englert will noch in diesem Jahr eine Investmentfirma gründen.

Schwarze Zahlen, aber Mini-Dividende - Aussichten ungewiss

Im Jahr 2009 hat P7S1 wie angekündigt schwarze Zahlen geschrieben (kress.de vom 10. Februar 2010). Der Jahresüberschuss summierte sich dank großer Kosteneinsparungen und einer guten Performance im Schlussquartal auf 144,5 Mio Euro, nach einem Verlust von 129,1 Mio Euro im Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte 2009 um 5,5% auf 2,76 Mrd Euro.

Das laufende Jahr sei trotz eines über den Erwartungen verlaufenden Schlussquartals 2009 nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ein Prognose für 2010 sei daher nicht möglich. Kostendisziplin werde weiterhin Priorität im Konzern haben.

Im vierten Quartal konnte P7S1 im Kernmarkt Deutschland von höheren Werbeeinnahmen profitieren: Die externen Erlöse des Segments Free-TV wuchsen von Oktober bis Dezember um 4,8% auf 547,3 Mio Euro.

Seinen Aktionären will P7S1 indes trotz besserer Geschäfte 2009 abermals nur eine Mini-Dividende zahlen. Die Besitzer der Vorzugsaktien sollen wie im Vorjahr die in der Satzung des Unternehmens vorgeschrieben Pflichtausschüttung von 0,02 Euro je Titel erhalten.

Entscheidung über N24 bis Ende Juni

Bis Ende Juni will P7S1 entscheiden, wie es mit dem Nachrichtensender N24 weitergeht. Dies hat Andreas Bartl, Vorstand von German Free TV, am Donnerstag in Unterföhring angekündigt. Dabei ist ein Management-Buy-Out denkbar: Geschäftsführer Torsten Rossmann will zusammen mit Ex-"Spiegel"-Chef Stefan Aust N24 kaufen (kress.de vom 12. Januar 2010).

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