Neues Kategorisierungsmodell: Agof versucht sich an Social-Media-Ausweisung

11.03.2010
 

Die Agof erhört den Ruf der Branche nach Leistungs- und Qualifizierungswerten für Social Media und stellt ein neues Kategorisierungsmodell vor. Dabei setzt die Arbeitsgemeinschaft nicht etwa auf neue Währungen, sondern will schon bestehende Leistungswerte auf Social Media anwenden.

Die Agof erhört den Ruf der Branche nach Leistungs- und Qualifizierungswerten für Social Media und stellt ein neues Kategorisierungsmodell vor. Dabei setzt die Arbeitsgemeinschaft nicht etwa auf neue Währungen, sondern will schon bestehende Leistungswerte auf Social Media anwenden.

Das Agof-Modell umfasst vier "Aktivitätscluster":

  • Networking: Die Vernetzung der Nutzer untereinander, auch Plattformübergreifend
  • Contribution: Die aktive Beteiligung durch das Erstellen und Hochladen von Inhalten 
  • Sharing: Die Verbreitung von Inhalten über Verlinken, Einbinden und Weiterleiten
  • Messaging: Direkte One-to-One oder One-to-Many-Kommunikation

Die Kategorien hat die Agof gemeinsam mit der Fachgruppe Social Media im BVDW und der Foma (Forum Online-Mediaagenturen) ausgetüftelt. Der bestehende Seitencode der Agof-Messung soll künftig um einen entsprechenden "Aktivitätscode" ergänzt werden und in die Ausweisung "internet facts" aufgenommen werden.

Damit soll Social Media handlicher für die Planung von Display-Werbung werden. Genau hier liegt allerdings ein Manko: Gerade in Angeboten wie Communitys gehen die Werbe- und Marketingmöglichkeiten weit über Display-Werbung hinaus. Der direkte Kontakt zu Konsumenten via Markenprofile oder Twitter sind in dem Agof-Modell nicht berücksichtigt.

Das Modell geht bald in die Probephase, bis zur Internet-Messe Dmexco will die Agof erste Ergebnisse vorlegen.

Laut Vorstandsvorsitzendem Thomas Duhr reagiert die Agof damit auf "eine der dringlichsten Anforderungen des Marktes". Erst im Februar hatte die Online-Marketing-Agentur webguerillas in ihrem "Media Manifest" ein Umdenken in der Mediaplanung und eine Währung für Social Media gefordert (kress.de vom 18. Februar 2010).

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.