Leser-Kommentar der Woche: "Bunte vs. stern, Not gegen Elend"

15.03.2010
 
 

Die kress-Crew kürt den "Leser-Kommentar der Woche". Im neuen kress.de können Sie gleichzeitig kommentieren und sich den anderen Nutzern präsentieren - mit Bild und Link auf Ihr "köpfe"-Profil. Wir freuen uns auf Ihre Meinung! Diesmal haben wir den Kommentar von Reiner Zablocki (Foto) zum Artikel "Outsourcen von Drecksarbeit" ausgewählt:

Die kress-Crew kürt den "Leser-Kommentar der Woche". Im neuen kress.de können Sie gleichzeitig kommentieren und sich den anderen Nutzern präsentieren - mit Bild und Link auf Ihr "köpfe"-Profil. Wir freuen uns auf Ihre Meinung! Diesmal haben wir den Kommentar von Reiner Zablocki (Foto) zum Artikel "Outsourcen von Drecksarbeit" ausgewählt:

"Bunte vs. Stern
Not gegen Elend die Nächste Runde,

oder wie komm ich als Verlag aus dieser Nummer wieder raus...
...eigentlich ganz einfach, nichts mehr öffentlich machen, die gegenseitigen Hasstiraden einstellen und zum wirklichen Tagesgeschäft übergehen.
Ob das so einfach zu machen ist, ich glaub es nicht.

Aber so sieht es im sogenannten investigativen Journalismus aus, wenn eine Grenze überschritten wird und das ist doch wohl hier seitens Bunte passiert, dann hat man halt nie etwas gewusst und niemals Aufträge erteilt.
Und was die da draußen machen, das haben wir nicht zu verantworten.

Wahrscheinlich wird bei Bunte, ähnlich wie bei Rüttgers in NRW, gerade ein Opferlamm gesucht und bestimmt bald auch gefunden werden und das muss dann den Kopf hinhalten. Getreu dem Motto, der Leser und Käufer vergisst eh schnell.

Da wird mal eben eine Viertelmillion Euro für absolut verabscheuenswerte Tätigkeiten gezahlt und das in der heutigen Zeit, wo der kleine Mann um jeden Euro feilscht, weil er möglicherweise Hartz 4 Empfänger ist und mit seinem Geld kaum über die Runden kommt und kaum seine Familie ernähren kann, möglicherweise aber auch Bunte Käufer und Leser ist.
Was sollen diese biederen und meist bodenständigen Leute unserer Gesellschaft von solchen Mätzchen halten. Ich kann mir nicht vorstellen, das sie dieses Tun für Gut befinden.

Einfach herrlich wie es doch so treffend bei BunteMedia nachzulesen ist:

„ Nichts interessiert Menschen so sehr wie Menschen. Und kein zweites Magazin verkörpert die unbedingte Leidenschaft für Menschen so klar wie BUNTE. Das große People-Magazin ist Emotion pur und präsentiert aufregende Geschichten hautnah“.

Und jetzt wird es interessant:

„BUNTE verliert dabei nie den Respekt für das Leben, die Leistungen und die Arbeit der Menschen, über die sie berichtet.“

Sie berichtet natürlich nur über die Glemmer- und Glitzer-Welt, Stars und Sternchen und Möchtegerne, die haben ihren vollen Respekt und wie steht`s um den Rest...

Wer sind denn die Käufer und Leser der Bunten, sind es wirklich nur die mit einem

„ausgeprägten Persönlichkeitsprofil“, die „ihr Leben aktiv gestalten und vielseitig interessiert sind“,
oder sind es vielfach auch die Leser, die sich für Minuten in eine andere, für sie niemals erreichbare Welt versetzen lassen wollen.

Und weiter heißt es provokativ:

"BUNTE - Europas größtes People-Magazin - hat die Themen, die Woche für Woche begeistern.

Ich bin der Ansicht, Bunte hat diesen Anspruch längst aufgegeben und steht in meinen Augen nur noch für Arroganz, Instinktlosigkeit und Hochmut.

Bunte vs. Stern, wer letztendlich der Sieger sein wird in diesem ziemlich dummen öffentlichen Schlagabtausch und ob es überhaupt einen Sieger geben wird, ich bin mir nicht mehr so sicher.

Es kann eigentlich nur Verlierer geben, aber vielleicht ist alles nur großes Palaver, nur ein großer Mediengag, der allerdings aus dem Ruder gelaufen ist, alles nur um die Auflage beider Zeitschriften zu steigern und sei es nur für ein einige Wochen.


Mich wundert eigentlich warum der Focus, auch aus dem Burda Medienkonzern, sich bei diesem schäbigen Schlagabtausch so diskret zurückhält.
Bei anderen Themen, die Auflagenhöhen, Verkäufe und deren Zustandekommen betrafen war Herr Markwort nicht so zimperlich. Siehe DDVG, Motor Presse, um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Denn „Auflage machen“ ist bei den großen Medienkonzernen das Reizwort schlecht hin. „Auflage machen“ unter allen Umständen und mit allen, auch manipulierten oder zumindest dubiosen Mitteln.

Bunte vs. Stern wäre doch genau das Thema, was in den Focus gehört. Hat man vielleicht von Verlegerseite her einen Maulkorb verhängt, anzunehmen wäre es schon."

Essen, 09.03.2010
Reiner Zablocki
freier Journalist für Werbung und Medien

 

Ihre Kommentare
Kopf

Sylvia von Lichem

17.03.2010
!

Klasse -und so wahr. Aber, auch wenn ich kein Fan von Verschwörungstheorien bin, ab und an kommt doch der Gedanke auf, ob Mister Burda nicht einfach einen eleganten Weg suchte, nach Herrn Markwort nun auch noch dessen Lebensgefährtin, Frau Riekel, elegant los zu werden. Ganz nach dem Motto: Ja nach dem Desaster ist die Dame einfach nicht mehr zu halten... Schließlich will man doch innovativer werden, nicht nur beim Focus, möglicherweise auch bei der personell sehr betagten BUNTEN.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.