EU-Gerichtshof erlaubt Markennamen als AdWords: Google gewinnt gegen Louis Vuitton

 

Google darf weiterhin Markennamen als Schlüsselwörter für sein Werbeangebot AdWords verwenden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) sieht darin keine Markenrechtsverletzung. Google habe dadurch, dass es Werbungtreibenden die Möglichkeit bietet, Schlüsselwörter zu kaufen, die Marken von Mitbewerbern entsprechen, nicht das Markenrecht verletzt, urteilte das Gericht.

Google darf weiterhin Markennamen als Schlüsselwörter für sein Werbeangebot AdWords verwenden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) sieht darin keine Markenrechtsverletzung. Google habe dadurch, dass es Werbungtreibenden die Möglichkeit bietet, Schlüsselwörter zu kaufen, die Marken von Mitbewerbern entsprechen, nicht das Markenrecht verletzt, urteilte das Gericht.

Bei AdWords legen Werbungtreibende fest, bei welchen Schlüsselwörtern ihr Werbelink geschaltet wird. Stimmt eine Suchanfrage mit dem gebuchten Schlüsselwort überein, erscheint der Werbelink in der Rubrik "Anzeigen".

Geklagt hatte unter anderem der französischen Luxusartikel-Hersteller LVMH (u.a. Louis Vuitton). Das oberste französische Kassationsgericht legte den Fall dem EuGH vor, der nun entschied. Den Markeninhabern missfiel, dass bei Suchanfragen, die ihren Markennamen enthielten, Werbelinks von der Konkurrenz sowie für Produktplagiate erschienen.

Ganz ohne Auflagen kommt Google nicht davon: Werbungtreibende müssen Anzeigen, die bei den Sucherergebnissen anhand solcher Schlüsselwörter geschaltet werden, so gestalten, dass Internetnutzer leicht erkennen können, von welchem Unternehmen die beworbenen Waren oder Dienstleistungen stammen. Hier geht's zum Urteilstext als PDF.

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