Ex-Viva-Moderator taucht im Netz wieder auf: Mola Adebisi arbeitet jetzt bei Rapidshare

 

Mola Adebisi, 37, früher Moderator beim Musiksender Viva, hat es zum Datentauschdienst Rapidshare verschlagen, einem so genannten Sharehoster. Die Jugendseite der "Süddeutschen Zeitung", "jetzt.de", sprach mit ihm über die Rolle seines Arbeitgebers in der andauernden Debatte über Musikpiraterie und die wichtigste Frage überhaupt: 

Mola Adebisi, 37, früher Moderator beim Musiksender Viva, verschlug es zum Datentauschdienst Rapidshare, einem so genannten Sharehoster. Die Jugendseite der "Süddeutschen Zeitung", "jetzt.de", sprach mit ihm über seinen neuen Job und die Rolle seines Arbeitgebers in der andauernden Debatte über Musikpiraterie.

Was macht ein ehemaliger TV-Moderator eigentlich bei einem Unternehmen wie Rapidshare? Er solle den Sharehoster in "Medien-, Marktforschungs- und Event-Angelegenheiten" beraten und helfen, "den Entertainment-Bereich auszubauen". So weit, so schwammig.

Laut Adebisi werde Rapidshare oft missverstanden. Aus seiner Sicht erbringe das Unternehmen eine Dienstleistung für Endverbraucher und Unternehmen, um große Dateien schnell, einfach und sicher zu transportieren. "Niemand würde auf die Idee kommen, die Post für den Inhalt der Briefe verantwortlich zu machen." Im Internet werde aber nicht so klar unterschieden zwischen demjenigen, der Infrastruktur anbietet und demjenigen, der sie nutzt, meint Adebisi.

Wenn Musiker nun nicht mehr das erwartete Geld verdienten, dann liege das nicht an Anbietern wie Rapidshare. Versuche man, eine Art der Verbreitung zu unterbinden, suchten sich die Leute andere Wege. "Die Quintessenz ist für mich: Wir müssen alle umdenken." Wie Mola gedenkt, das Problem zu lösen steht im kompletten Interview.

Er selbst habe übrigens noch nie illegal Musik oder Filme aus dem Netz geladen: "Ich zahle lieber dafür, weil ich weiß, wie viel Arbeit und Geld hinter der Produktion steht."

Hintergrund: RapidShare mit Sitz im schweizerischen Cham hat sich auf den Austausch von größeren Dateien spezialisiert. Das Unternehmen finanziert sich durch kostenpflichtige „Premium“-Zugänge. Wegen urheberrechtlicher Probleme geriet das Unternehmen immer wieder in die Schlagzeilen. Zuletzt schaltete Rapidshare sein Angebot "Rapidshare.de" zum 1. März 2010 ab und leitet seitdem auf "Rapidshare.com" um.

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