24 Mitarbeiter in Berlin und Frankfurt: DuMont-Redaktion startet am 19. April

 

Die DuMont Redaktionsgemeinschaft nimmt am 19. April ihre Arbeit auf. 24 Redakteure werden aus Berlin und Frankfurt die "Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" mit Texten aus Politik und Wirtschaft beliefern. Brigitte Fehrle (Foto), bisher Vize-Chefin der "Berliner Zeitung", übernimmt die Leitung der neuen Redaktion. Zu den Redakteuren zählen nach kress-Infos u.a. Christian Bommarius und Arno Widmann.

Die DuMont Redaktionsgemeinschaft nimmt am 19. April ihre Arbeit auf. 24 Redakteure werden aus Berlin und Frankfurt die "Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" mit Texten aus Politik und Wirtschaft beliefern. Alle vier Titel halten 25% an der neuen GmbH.

Brigitte Fehrle, bisher Vize-Chefin der "Berliner Zeitung", übernimmt wie bereits bekannt die Leitung der neuen Redaktionsgemeinschaft (kress.de vom 29. Januar 2010). Sie bestätigte den Starttermin gegenüber kress, nennt auf Anfrage aber noch keine Namen der Mitarbeiter. Ihr Stellvertreter wird der Wirtschaftsjournalist Robert von Heusinger von der "Frankfurter Rundschau". Fehrle hat das Modell maßgeblich gemeinsam mit Uwe Vorkötter, dem Chef der "Berliner Zeitung" und ehemaligem Kopf der "FR", entwickelt.

17 Redakteure sollen aus Berlin für die eigens Anfang Februar gegründete DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH arbeiten, sieben aus Frankfurt. Zu den Leistungsträgern, die nun in der neuen Redaktion arbeiten, gehören nach kress-Informationen auch Christian Bommarius (bisher leitender Redakteur "Berliner Zeitung"), Arno Widmann und Harry Nutt (beide "FR").

Neben den Edelfedern wurden demnach auch Nachwuchstalente wie Steven Geyer von der "FR", die ehemalige Washington-Korrespondentin der "Berliner Zeitung", Olivia Schöller, und "FR"-Reporter Jörg Schindler ausgewählt. Es heißt, mehr als 80 Journalisten, sowohl von DuMont wie von außerhalb, hätten sich auf die Stellen beworben. Ausgeschrieben waren die Stellen aber nur intern.

Das Modell ist keineswegs unumstritten. Schließlich verlassen die Redakteure ihren bisherigen Arbeitgeber und wechseln in eine neue Firma. Zudem sah der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" den Status des Blattes als "Vollredaktion" als gefährdet. Faktisch behalten die Zeitungen aber ihre Politik- und Wirtschaftsredaktionen. Deren Redakteure werden sich künftig mehr dem Blattmachen widmen. Auch die Auslandsberichterstattung verbleibt bei den Redaktionen, ebenso wie die jeweilige regionale und lokale Berichterstattung.

"Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" behalten zudem ihr Bundesbüro in Berlin. Die komplette Integration gibt es zunächst nur für das Wirtschaftsressort.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.