Doch noch kein ernsthafter Konkurrent? WePad schon in der Defensive

 

Bei der Präsentation des WePad am Montagabend in Berlin war offenbar keine lauffähige Software auf einem der ersten fertigen Geräte zu sehen. Gegenüber "Handelsblatt Online" bestätigte die Firma Neofonie: "Es lief ein Video der Software in Endlosschleife."

Bei der Präsentation des WePad am Montagabend in Berlin war offenbar keine lauffähige Software auf einem der ersten fertigen Geräte zu sehen. Gegenüber "Handelsblatt Online" bestätigte die Firma Neofonie: "Es lief ein Video der Software in Endlosschleife."

Eine starke Alternative zum iPad von Apple wird von vielen Seiten der Medienbranche einhellig begrüßt. Und das WePad verspricht eine Menge. kress hat hier bereits Gründe aufgeführt, warum ein solches Gerät, wenn es denn funktioniert, eine Chance auf dem Markt haben kann.

In einzelnen Großverlagen heißt es auf Nachfrage, man setze durchaus Hoffnungen in das WePad. Ob das Gerät samt Software zum versprochenen Termin im August funktioniert, weiß freilich niemand. Man wolle auf vielen Plattformen vertreten sein, heißt es standardmäßig. Das WePad sei eine davon.

Gruner+Jahr, ein Verlag mit sehr guten Kontakten zu Neofonie, setzt vor allem auf die "WeMagazine"-Plattform, mit der man aus Print-Produkten ansehnliche elektronische Magazine produzieren können soll. Wie die Arbeit an dem Gerät selbst voran geht, weiß auch in Hamburg anscheinend niemand. Mit Neofonie als Software- und Suchtechnologiefirma habe man aber sehr gute Erfahrungen gemacht.

Möglicherweise wäre es unter den nun veröffentlichten Umständen besser gewesen, die Präsentation des WePad zu verschieben, bis es lauffähige Geräte gibt, die man auch wirklich herzeigen kann. Auf der anderen Seite sind Software-Probleme nun wahrlich kein einzelner Indikator dafür, dass ein angekündigtes Produkt eine reine Luftnummer ist. Doch genau das werden jetzt die Verdächtigungen sein, die gegen Neofonie laut werden. Das Berliner Unternehmen und insbesondere sein Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen wird sich um ein wenig mehr Transparenz bemühen müssen.

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