Nielsen stellt Facebook Attest aus: Anzeigen in der Community wirken

20.04.2010
 

Eine erste Studie aus der Kooperation von Facebook und Nielsen attestiert Anzeigen in der Community Werbewirkung - umso mehr, wenn die regulären Anzeigen mit persönlichen Vorlieben von Freunden gespickt sind. Werbeerinnerung, Wahrnehmung und Kaufabsicht steigen signifikant, sobald Freunde der Mitglieder als "Fans" der werbungtreibenden Marke in der Anzeige aufgeführt sind. Die Ergebnisse veröffentlichte der US-Branchendienst AdAge.

Eine erste Studie aus der Kooperation von Facebook und Nielsen attestiert Anzeigen in der Community Werbewirkung - umso mehr, wenn die regulären Anzeigen mit persönlichen Vorlieben von Freunden gespickt sind. Werbeerinnerung, Wahrnehmung und Kaufabsicht steigen signifikant, sobald Freunde der Mitglieder als "Fans" der werbungtreibenden Marke in der Anzeige aufgeführt sind. Die Ergebnisse veröffentlichte der US-Branchendienst AdAge.

Demnach arbeiten so genannte "earned media" (User empfehlen oder erwähnen eine Marke freiwillig) und "paid media" (bezahlte Anzeigen) auf Facebook gut zusammen. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher, neben Anzeigen in dem Netzwerk auch eine eigene Profilseite zu besitzen.

"Gefällt mir"-Buttons überall im Netz

Unterdessen plant Facebook offenbar, sein System mit "Gefällt mir"-Buttons auf das gesamte Web auszuweiten. Laut "New York Times" will Facebook die Integration des Buttons auf Websites von Contenanbietern auf der eigenen Entwicklerkonferenz f8 vorstellen. Das Angebot würde den Dienst Facebook Connect erweitern, über den sich Mitglieder auch auf externen Seiten über ihren Facebook-Account anmelden können, sowie den "Share"-Button, der bereits auf vielen Seiten integriert ist (auch bei kress.de).

Über einen "Gefällt mir"-Button können Facebook-Nutzer mit einem einzigen Klick ihre Freunde auf Artikel, Videos etc. aufmerksam machen, die ihnen gefallen - und so für ordentlich Traffic sorgen. Damit könnte Facebook ein Stück weit Google "ersetzen" - oder ihm als Traffic-Lieferant zumindest noch mehr Konkurrenz machen.

Mit dieser Web-weiten Vernetzung könnte Facebook zur Infrastruktur des Internet werden, als zentrale Anlaufstelle, auf der die Nutzer zu jeder Zeit angemeldet sind. Zudem kann Facebook in großem Umfang Daten über die Vorlieben seiner Nutzer sammeln - die Weitergabe an Dritte wird das Unternehmen wohl trotz Gegenwind von Datenschützern umsetzen. So könnte Facebook konkrete Ansagen über die Interessen bestimmter Zielgruppen machen - und so zu einer der effizientesten Werbeplätze des Netzes werden.

Die Konkurrenten setzen auf "XAuth"

Die Konkurrenz gibt den Kampf ums "vernetzte Netz" allerdings nicht ohne weiteres auf: Twitter kündigte im März seinen Dienst "@anywhere" an, über den die Nutzer sich auf externen Seiten bei Twitter anmelden und von dort aus twittern können (kress.de vom 16. März 2010). Eine Allianz von u.a. Meebo, Microsoft, Google, MySpace und Yahoo setzt derweil auf "XAuth", einer Technologie, welche die Verbindung zu allen sozialen Netzwerken in allen Browsern ermöglichen soll. Sie soll Facebook Connect entgegengesetzt werden.

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