Zurück zum "gewohnten Niveau": Publicis-Umsätze wieder im Plus

22.04.2010
 

Unter dem Motto "Back to Growth" hat die französische Agentur-Holding Publicis Groupe ihre Quartalszahlen veröffentlicht - global gesehen ein treffender Titel: Organisch wachsen die Umsatzerlöse um 3,1% auf 1,16 Mrd Euro, nach -4,4% im Vorjahreszeitraum und -5,4% im Schlussquartal 2009. Steigerungen sind den aufstrebenden Regionen Latein-Amerika (+9,8%) und Asien-Pazifik (+6,7%) geschuldet,

Unter dem Motto "Back to Growth" hat die französische Agentur-Holding Publicis Groupe ihre Quartalszahlen veröffentlicht - global gesehen ein treffender Titel: Organisch wachsen die Umsatzerlöse um 3,1% auf 1,16 Mrd Euro, nach -4,4% im Vorjahreszeitraum und -5,4% im Schlussquartal 2009. Steigerungen sind den aufstrebenden Regionen Latein-Amerika (+9,8%) und Asien-Pazifik (+6,7%) geschuldet.

Unter dem Durchschnitt zeigen sich die Zahlen in Europa: Insgesamt liegen die Euro-Staaten mit 1,5% im Minus, vor allem wegen der schlechten Bilanz in südeuropäischen Staaten. Deutlich positive Tendenzen sind im Publicis-Heimatmarkt Frankreich zu sehen (+8,4%), auch Großbritannien (+1,4%) verzeichnet Wachstum. Nordamerika, mit 579 Mio Euro Umsatz wichtigste Region für Publicis, legte binnen Jahresfrist um 4,8% zu.

Gewonnen hat die Bedeutung des Digitalgeschäfts, das den Anteil von 20,1% im Vorjahresquartal auf aktuell 27% ausgebaut hat. Profitiert habe davon vor allem die Sparte Vivaki. Leicht zurück ging dafür der Anteil klassischer Werbung (von 38% auf 34%).

Noch nicht eingerechnet sind die Erlöse der Agentur Razorfish, die sich Publicis im Oktober 2009 einverleibt hat (kress.de vom 9. August 2009); deren Umsätze sind um 8,4% anstiegen. Der konsoldierte Publicis-Umsatz, also inklusive aller Zukäufe, kletterte um 8,1%.

Insgesamt meldet die Agenturgruppe in den ersten drei Monaten 2010 Neugeschäft mit einem Volumen von 1,2 Mrd US-Dollar, gewonnen hat vor allem auch die reformierte PR-Sparte MS&L Group. In Deutschland sind u.a. die Etats von Honda (Starcom MediaVest), Siemens Enegery (Publicis Worldwide) und Chrysler (Leo Burnett) zu nennen.

Nach mehr als 18 Monaten mit Negativ-Prognosen, sieht sich Publicis jetzt am Wendepunkt: Man werde zwar weiter die Kosten im Auge behalten; sollte sich die Entwicklung des Auftaktquartals aber fortsetzen, wolle man von den seit 2008 eingefrorenen Gehältern und dem Einstellungs-Stopp abrücken.

"Ohne übertrieben optimistisch" klingen zu wollen, rechne man für 2010 damit, wieder auf das von Publicis "gewohnte Leistungs-Niveau" zurück zu finden, so Unternehmens-Chef Maurice Lévy.

Kürzlich hatten auch die Publicis-Wettbewerber Havas (kress.de vom 20. April 2010) und Omnicom Group (kress.de vom 21. April 2010) Quartalszahlen gemeldet; sie geben ein ähnliches Bild ab.

Zur Publicis-Gruppe zählen u.a. auch die Mediaagentur-Gruppe ZenithOptimedia, die Werbeagenturen Leo Burnett und Saatchi & Saatchi, zudem die Mutteragentur Publicis - wo sich derzeit mit Steven Althaus ein neuer Deutschland-CEO (kress.de vom 20. April 2010) einrichtet und das Management der wichtigen Frankfurter Dependance verändert (kress.de vom 21. April 2010).

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