Jetzt offiziell: Erik Peper wechselt von Springer zur WAZ

 

Springer-Manager Erik Peper wechselt zum 1. Juni zur WAZ-Gruppe. Peper wird Geschäftsführer von WAZ New Media und Mitglied des Boards der WAZ-Gruppe. Damit ist er u.a. auch für das MediaLab mitverantwortlich, das Digitallabor der Madsack-Gruppe und WAZ.

Springer-Manager Erik Peper wechselt zum 1. Juni zur WAZ-Gruppe. Peper wird Geschäftsführer von WAZ New Media und Mitglied des Boards der WAZ-Gruppe. Damit ist er u.a. auch für das MediaLab mitverantwortlich, das Digitallabor der Madsack-Gruppe und WAZ.

Peper folgt damit auf Katharina Borchert, die auch das Nachrichtenportal "DerWesten" als Chefredakteurin leitete. Um die redaktionelle Arbeit an der Website kümmert sich bereits seit einigen Monaten "WAZ"-Oberchefredakteur Ulrich Reitz.

Peper war unter dem jetzigen WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus lange in Springers "Bild"-Gruppe tätig. Er übernahm dann von Verlagsseite das Portal "Bild.de". Ende vergangenen Jahres überholte "Bild.de" "Spiegel Online" bei der Reichweite. Danach gab Peper seinen Posten aber ab, aus nicht ganz geklärten Gründen. Seither war er u.a. mit dem Festzurren der Koalition zwischen Springer und Ringier in Osteuropa beschäftigt.

Abonnenten des kressreport sind schlauer - bereits in Ausgabe 07/2010 konnten sie lesen, dass das Angebot der WAZ an Peper stand. Damals hatte sich der Manager aber offenbar noch nicht endgültig entschieden, nach Essen zu wechseln.

Bei der WAZ erwartet ihn eine herausfordernde Aufgabe. Das Portal "DerWesten" hinkt bei der Reichweite den Erwartungen hinterher. Der Online-Apparat, der parallel zu den Zeitungsredaktionen unterhalten wird, ist nicht ganz billig. Die Rede ist WAZ-intern davon, dass die einzelnen Marken der Gruppe in NRW im Netz wieder stärker zur Geltung kommen sollen. Die Dachmarkenstrategie wird damit infrage gestellt.

Zudem bereitet den Gesellschaftern WAZ und Madsack auch das MediaLab Kopfzerbrechen - teuer soll das Labor sein und bsiher zu wenig darauf ausgerichtet, dem Kerngeschäft der Zeitungsverlage im Netz unter die Arme zu greifen.

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