"Starke" Nachfolger im eigenen Haus: Welt-Chef Maurice Lévy verlässt Publicis Ende 2011

23.04.2010
 

Etwas amtmüde gibt sich der weltweite Publicis-Chef Maurice Lévy, 68, im Gespräch mit dem britischen "Guardian": Lévy werde seinen Vertrag, der Ende 2011 ausläuft, nicht mehr verlängern. Die Nachfolge sei noch nicht geklärt, darüber habe er sich mit dem Aufsichtsrat noch nicht besprochen.

Etwas amtmüde gibt sich der weltweite Publicis-Chef Maurice Lévy, 68, im Gespräch mit dem britischen "Guardian": Lévy werde seinen Vertrag, der Ende 2011 ausläuft, nicht mehr verlängern. Die Nachfolge sei noch nicht geklärt, darüber habe er sich mit dem Aufsichtsrat noch nicht besprochen.

Lévy werde einen Vorschlag für seine Nachfolge unterbreiten, er sehe "starke Kandidaten" im Konzern. Die endgültige Entscheidung muss der Aufsichtsrat treffen. Jüngstes Mitglied im weltweiten Führungsteam von Publicis ist der neue Deutschland-Chef Steven Althaus (kress.de vom 20. April 2010), der nach neuem Führungspersonal für den Frankfurter Standort fahndet (kress.de vom 21. April 2010).

Lévy ist 1987 an der Spitze der französischen Werbe-Holding, die am Donnerstag mit vergleichsweise guten Quartalszahlen überraschte (kress.de vom 22. April 2010). Insgesamt arbeitete Lévy mehr als 40 Jahre für Publicis. Unter seiner Regie akquirierte der Konzern die Werbeagenturen Saatchi & Saatchi und Leo Burnett, außerdem die Media-Planungsunternehmen ZenithOptimedia und Starcom Mediavest.

Ähnlich lange am Top-Sessel einer der großen Werbe-Holdings klebt nur der britische Charakter-Kopf Sir Martin Sorrell bei WPP. Er hat das Unternehmen 1985 gegründet und es zur heute größten Werbe-Holding weltweit ausgebaut. Omnicom-CEO John Wren sitzt immerhin seit 1997 auf seinem Platz.

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