Werbung und Stellenanzeigen ziehen an: Xing löst sich weiter vom Kerngeschäft

12.05.2010
 

Beim Business-Netzwerk Xing gibt das Auftaktquartal 2010 keinen Grund zur Klage: Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 12,6 Mio Euro, unterm Strich blieben 1,3 Mio Euro über. Die Kasse gefüllt haben vor allem frische Premium-Kunden, deren Zahl auf 708.000 anstieg - ein Plus von 17%.

Beim Business-Netzwerk Xing gibt das Auftaktquartal 2010 keinen Grund zur Klage: Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 12,6 Mio Euro, unterm Strich blieben 1,3 Mio Euro über. Die Kasse gefüllt haben vor allem frische Premium-Kunden, deren Zahl auf 708.000 anstieg - ein Plus von 17%.

Das Geschäft mit Stellenanzeigen zog ebenfalls an und lag mit 1,44 Mio Euro Umsatz 20% über dem Vorjahreswert. Das Werbegeschäft steigerte sich um 34% auf 774.000 Euro. Insgesamt tragen die neuen Erlösquellen - also Einnahmen abseits von den Premiumgebühren - mittlerweile 18% vom Xing-Umsatz.

Das operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 3,3 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,4 Mio Euro. Das Unternehmen macht den Ausbau der Geschäfte und gestiegene Personalkosten von mittlerweile 4,7 Mio Euro in den ersten drei Monaten 2010. Die Gewinnmarge liegt bei 26%.

Weltweit wuchs die Mitgliederzahl im Business-Netzwerk in den vergangenen 12 Monaten auf 9,2 Mio (+23%). Im Heimatmarkt Deutschland sind derzeit 3,9 Mio Menschen via Xing vernetzt. Der direkte Wettbewerber LinkedIn hatte zuletzt den Sprung über die Mio-Markt im deutschsprachigen Raum gemeldet.

Allein im ersten Quartal 2010 kamen weltweit 420.000 Xing-Mitglieder dazu. Besonders zugelegt haben Spanien (+31% auf 1,2 Mio) und Türkei (+61% auf 810.000) - Regionen, in denen Xing durch lokale Präsenz (Standorte in Barcelona und Istanbul) Druck machen kann. Allerdings hat sich im Ausland eine Zahlungsbereitschaft für Xing noch nicht etabliert - außerhalb des deutschsprachigen Raums verzeichnet Xing nur 31.000 Premium-Mitgliedschaften (im Vergleich zu 677.000 in der DACH-Region).

"Die Xing AG konnte ihre Position als Marktführer im deutschsprachigen Heimatmarkt weiter ausbauen", rühmt sich CEO Stefan Groß-Selbeck und verweist auf eine starke Nutzerbasis. "Aber auch unsere neuen Erlösquellen entwickeln sich erfreulich."

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.