Erlös-Optimierer eröffnet Büro in Hamburg: Rubicon Project lockt deutsche Verlage

 

Der amerikanische Werbeerlös-Optimierer Rubicon Project kommt nach Deutschland und öffnet ein Büro in Deutschland. Im kress-Interview kündigt Jay Stevens, ehemals MySpace-Manager und nun für den internationalen Aufbau von Rubicon verantwortlich, man wolle im ersten Jahr mit mindestens 20 Inhalte-Produzenten im Netz kooperieren. Das Rubicon-Prinzip verspricht: "Mehr Macht für die Publisher".

Der amerikanische Werbeerlös-Optimierer Rubicon Project kommt nach Deutschland und öffnet ein Büro in Deutschland. Im kress-Interview kündigt Jay Stevens, ehemals MySpace-Manager und nun für den internationalen Aufbau von Rubicon verantwortlich, man wolle im ersten Jahr mit mindestens 20 Inhalte-Produzenten im Netz kooperieren. Das Rubicon-Prinzip verspricht: "Mehr Macht für die Publisher".

Jay Stevens und Rubicon-Gründer Frank Addante konstatieren, das bestehende System des Online-Werbemarktes benachteilige Inhalte-Produzenten und bevorteile Mediaagenturen und Ad Networks. Stevens: "Das System ist chaotisch." In den USA noch mehr als in Deutschland - dort gibt es bereits Hunderte von Ad Networks, die um Publisher buhlen.

Im Kern ist Rubicon ein sogenannter Yield-Optimizer. Publisher sollen mit Hilfe der Plattform ihr nicht verkauftes Inventar automatisiert und zu optimierten Preisen vermarkten können. Das 2007 in Kalifornien gegründete Startup verspricht eine signifikante Steigerung der Werbeerlöse. Man biete allerdings deutlich mehr als beispielsweise Online-Werbemarktplätze, verspricht Stevens, darunter z.B. das Management aller Sales-Kanäle und den Schutz der Marke vor unerwünschter Werbung.

In den USA soll das Konzept bereist aufgehen - Rubicon gibt eine Reichweite von 500 Mio. Unique Usern an. Bereits 42 Mio Euro sind in das Rubicon Project geflossen. Wann das Startup profitabel arbeiten soll, verraten die Gründer nicht.

Die Rubicon-Rhetorik ist einigermaßen aggressiv. Während Mitbewerber wie PubMatic oder AdMeld etwas weniger lautstark agieren, legt es Rubicon auf Provokation an. In einem Manifest hat Gründer Addante bereits den Tod des Adservers vorausgesagt.

Was Rubicon verspricht und was Branchenexperten zu dem Geschäftsmodell sagen, lesen Abonnenten des kressreport in der aktuellen Ausgabe 10/2010. Hier geht es zur Einzelheftbestellung, hier kann man ein kostenloses Testabo abschließen.

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