Ab August will Verleger Hahn wieder täglich publizieren: Aus für wöchentliche Ausgabe des "Sport-Tag"

14.05.2010
 

Verleger Michael Hahns ambitioniertes Projekt einer täglichen Fußball-Zeitung scheint gescheitert: Im April erst hatte Hahn die Erscheinungsfrequenz des "Sport-Tag" auf wöchentlich reduziert (kress.de vom 19. April 2010), jetzt verschwindet der Titel vorerst völlig vom Kiosk. Mit der Umstellung hatten sich die Abverkäufe "katastrophal" entwickelt, wie Hahn gegenüber kress bestätigte. Aber: "Wir halten am ursprünglichen Plan fest: Ab Mitte August starten wir wieder mit der täglichen Ausgabe", sagt Hahn.

Verleger Michael Hahns ambitioniertes Projekt einer täglichen Fußball-Zeitung scheint gescheitert: Im April erst hatte Hahn die Erscheinungsfrequenz des "Sport-Tag" auf wöchentlich reduziert (kress.de vom 19. April 2010), jetzt verschwindet der Titel vorerst völlig vom Kiosk. Mit der Umstellung hatten sich die Abverkäufe "katastrophal" entwickelt, wie Hahn gegenüber kress bestätigte. Aber: "Wir halten am ursprünglichen Plan fest: Ab Mitte August starten wir wieder mit der täglichen Ausgabe", sagt Hahn.

Anfänglich habe er die Frage der Druckstandorte unterschätzt, so Hahn. "Ich bin ganz sicher, bis August das Problem in den Griff zu bekommen, um die Zeitung täglich und flächendeckend anzubieten." Die Investoren seiner SIM Verlagsgesellschaft stünden hinter dem Projekt.

Derzeit habe er sechs potenzielle Druckstandorte. Für eine flächendeckende Verbreitung, mit der er rund 80% der Menschen erreichen könne, brauche er acht oder neun. "Leider sind viele Druckereien in den Nachtstunden mit ihren eigenen Tageszeitungen ausgelastet", sagt Hahn. Seine Problembezirke sind vor allem die Region rund um München, dazu "kicker"-Standort Nürnberg und die Pfalz bis nach Saarbrücken.

Sobald die Lücken gestopft sind, will Hahn seinem Baby mit TV-Werbung den nötigen Anschub verleihen. Werben will er in sportaffinen Umfeldern der großen privaten Sender, aber auch bei kleinen TV-Kanälen wie DMAX, Europort und Sport1. Ohne die flächendeckende Verbreitung verpuffe die TV-Werbung oder führe zur Frustration der Zielgruppe. "Auch das Anzeigengeschäft leidet natürlich unter dieser partiellen Verbreitung", so Hahn.

Warum die Verkaufszahlen der wöchentlichen Ausgaben allerdings gar hinter denen der täglichen Zeitung zurück blieben, sei auch für ihn ein Rätsel, so Hahn. Immerhin liegen die Wöchentlichen insgesamt länger am Büdchen.

Ob Hahns Rechnung aufgehen wird, bleibt dennoch fraglich. Von Beginn an wollte das Projekt nicht recht in Schwung kommen und hat viele Skeptiker auf den Plan gerufen. Die tägliche Zeitung hatte er im März 2010 zunächst in Berlin auf die Beine gestellt, später kamen weitere Ballungsräume dazu (kress.de vom 14. März 2010). Ab April hatte der IPS Pressevertrieb, Meckenheim, Hahn beim Vertrieb unter die Arme gegriffen (kress.de vom 6. April 2010).

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.