Auch Michael Ringier hält den Ball flach: "Das iPad ist bislang nur eine Spielerei"

26.05.2010
 

Michael Ringier, 61, glaubt nicht daran, dass Apples iPad der Heilsbringer für die Zeitungen ist. Allein der Journalismus könne diese retten, so der Schweizer Verleger in einem Interview mit dem französischen Online-Service Buzz Média Orange-Le Figaro aus dem die "SZ" (Donnerstagsausgabe) zitiert. Laut Ringier ist das iPad bislang nur eine Spielerei. In die gleiche Kerbe schlägt auch Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski.

Michael Ringier, 61, glaubt nicht daran, dass Apples iPad der Heilsbringer für die Zeitungen ist. Allein der Journalismus könne diese retten, so der Schweizer Verleger in einem Interview mit dem französischen Online-Service Buzz Média Orange-Le Figaro aus dem die "SZ" (Donnerstagsausgabe) zitiert. Laut Ringier ist das iPad bislang nur eine Spielerei.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski. "Man sollte den Ball etwas flacher halten und nicht dem iPad als alleinigen Heilsbringer hinterlaufen", sagte Ostrowski im "WiWo"-Interview. Es gebe "weit mehr Möglichkeiten", Inhalte zum Kunden zu transportieren, als nur über das iPad. Sich von einem einzigen Anbieter abhängig zu machen, käme "wirklich einem Kniefall gleich".

Ringiers Geschäftspartner Springer-Chef Mathias Döpfner sieht das ganz anders: Er betrachtet Apples Flachrechner als Retter der Verlage (kress.de vom 8. April 2010).

Das Schweizer Medienunternehmen Ringer und die Axel Springer AG haben vereinbart, künftig in Osteuropa zusammenzuarbeiten. Michael Ringier sagte nun dem französischen Buzz Média Orange-Le Figaro, dass dort rund 700 Mio Euro in neue Medien fließen sollen. Den Betrag will Ringier offenbar zusammen mit Springer stemmen. Bis zum Jahr 2014 wolle die Ringier-Gruppe rund ein Fünftel ihres Umsatz mit den neuen Medien erwirtschaften. 

Ihre Kommentare
Kopf
Coskun (Josh) Tuna

Coskun Tuna

Seeding Alliance GmbH
Gesellschafter Geschäftsführer

27.05.2010
!

Das iPad ist ein iPad, mehr nicht. Eine weitere Abhängigkeit, in die sich der eine oder andere Verlag begeben wird, weil es wieder "falsch" verstanden wird.


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