flattrn in der Dankeschön-Ökonomie: Auch "Der Freitag" schnorrt seine Online-Leser an

28.05.2010
 

In Zeiten knapper Kassen muss man "neben den klassischen auch weitere Bezahlmodelle bewusst ausprobieren", sagt sich jetzt auch der "Freitag": Auf der Online-Präsenz stellt das Meinungsmedium ab sofort via flattr eine virtuelle Sammelbüchse auf. User können künftig Texte bewerten und - sofern das Gelesene gefällt - per Klick einen Obolus hinterlassen.

In Zeiten knapper Kassen muss man "neben den klassischen auch weitere Bezahlmodelle bewusst ausprobieren", sagt sich jetzt auch der "Freitag": Auf der Online-Präsenz stellt das Meinungsmedium ab sofort via flattr eine virtuelle Sammelbüchse auf. User können künftig Texte bewerten und - sofern das Gelesene gefällt - per Klick einen Obolus hinterlassen.

"Die Möglichkeiten einer Finanzierung von Qualitätsjournalismus im Netz enden nicht bei Bannerschaltung", erklärt Jörn Kabisch, stellvertretender Chefredakteur vom "Freitag". "Obwohl flattr noch neu ist, sind wir sicher, dass dies eine überzeugende Ergänzung für uns und unsere Leser ist." Die Nutzer zeigten damit Wertschätzung im Sinne der "Dankeschön-Ökonomie", sagt Kabisch.

Der "Freitag" kämpft wie viele Zeitungen dank kleiner Auflage um die schwarze Null in der Bilanz, rühmt sich aber auch einer ambitionierten Mitmach-Community im Netz. Und die soll nun bestenfalls löhnen, unter Umständen kann sie aber auch selbst mit verdienen: "Wir starten gerade eine Diskussion mit unseren Community-Mitgliedern zu eigenen flattr-Buttons in ihren Blogs bei 'Freitag.de'", so Kabisch.

Wie flattr funktioniert? Die User registrieren sich unter "flattr.com" und legen in ihrem Konto fest, welchen Betrag sie monatlich für gute Texte, Bilder oder Musik über haben. Nach einem Klick auf den flattr-Button unter einem Text oder Bild, bekommt der jeweilige Urheber einen Anteil an dieser Spende. Guten Überblick bietet auch das flattr-Video bei Youtube.

Kürzlich hatte die "taz" schon den Micro-Paydienst auf der eigenen Online-Seite installiert, nachdem sie die freiwillige Zahlungsbereitschaft zuvor schon positiv getestet hatte (kress.de vom 21. Mai 2010).

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.