Mit Hilfe der Mitarbeiter: Radio Bremen muss weiter sparen

04.06.2010
 

Radio Bremen will bis zum Ende der Gebührenperiode 2012 einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen - dafür muss die Sendeanstalt sparen. Zwar kürzte Radio Bremen 2009 bereits 2,4 Mio Euro aus dem Budget, nach den jüngsten Prognosen ergibt sich bis Ende 2012 dennoch ein Fehlbetrag von 3,5 Mio Euro.

Radio Bremen will bis zum Ende der Gebührenperiode 2012 einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen - dafür muss die Sendeanstalt sparen. Zwar kürzte Radio Bremen 2009 bereits 2,4 Mio Euro aus dem Budget, nach den jüngsten Prognosen ergibt sich bis Ende 2012 dennoch ein Fehlbetrag von 3,5 Mio Euro.

Um den Sender fit zu sparen, hat Intendant Jan Metzger die Mitarbeiter um Spar-Ideen gebeten. Rund 80 Vorschläge seien bereits eingegangen, aus denen im Laufe dieses Jahres Projekte und Prozesse zum Kosten sparen entstehen sollen. Dabei bleibe auch das Programm nicht verschont, räumt Metzger ein, aber: "Je besser wir sparen, desto mehr Spielraum entsteht für Programm-Innovation."

Radio Bremen überrascht in der Mitteilung mit der Ankündigung eines "integrierten multimedialen Angebots für die junge Generation der 'Digital Natives'". Das dürfte die Privatsender und Verlage wieder auf den Plan rufen, die auf den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag pochen, der die Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Internet empfindlich einschränkt. Radio Bremen wolle "seinen Vorsprung als kleine und moderne Landesrundfunkanstalt nutzen und die erste konsequent multimedial arbeitende Landesrundfunkanstalt der ARD werden", kündigt das Haus selbstbewusst an.

Beim Sparen geht Radio Bremen jedenfalls schon mal andere Wege als andere Öffentlich-Rechtliche: Deutschlandradio-Intendant Willi Steul drückt seine Sparmaßnahmen offenbar über die Köpfe seiner Mitarbeiter durch, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet.

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