Nissan, Unilever und Disney haben schon gebucht: Apples Werbe-Insel iAd startet am 1. Juli

08.06.2010
 

Steve Jobs hat am Dienstag auf Apples-Entwicklerkonferenz nicht nur das neue iPhone vorgeführt, sondern auch Details zu iAd genannt: Apple will die mobile Werbeplattform am 1. Juli starten. Laut Jobs ist das Auftragsbuch schon gut gefüllt: Dickschiffe wie Nissan, Unilever, AT&T, Chanel und Disney hätten über iAd schon Werbung in Höhe von 60 Mio Dollar gebucht.

Steve Jobs hat am Dienstag auf Apples-Entwicklerkonferenz nicht nur das neue iPhone vorgeführt, sondern auch Details zu iAd genannt: Apple will die mobile Werbeplattform am 1. Juli starten. Laut Jobs ist das Auftragsbuch schon gut gefüllt: Dickschiffe wie Nissan, Unilever, AT&T, Chanel und Disney hätten über iAd schon Werbung in Höhe von 60 Mio Dollar gebucht.

Die 60 Mio Dollar machten fast die Hälfte der für die zweite Jahreshälfte vorhergesagten Ausgaben für mobile Displaywerbung aus, sagte Jobs und verwies auf einen Bericht von JP Morgan. Die US-Investmentbanker schätzen den weltweiten Markt für mobile Displaywerbung für das laufende Jahr auf rund 250 Mio Dollar.

Hintergrund: Mit iAd könnten die Entwickler, die Apps für Apples Plattformen (iPhone, iPod Touch, iPad) basteln, Werbung direkt in ihre Anwendungen einbauen, sagte Jobs bei der Präsentation Anfang April. Apple werde die Anzeigen verkaufen sowie bereitstellen. Die Entwickler erhielten branchenübliche 60% der über iAd erzielten Erlöse, den Rest streiche Apple ein.

Das "Wall Street Journal" hatte kürzlich über gesalzene iAd-Tarife berichtet. Was Apple hier versuche, gehe über alles Dagewesene hinaus, zitierte das Blatt einen Havas-Manager (kress.de vom 3. Mai 2010).

Apples iAd ist vor allem eine Kampfansage an den Suchmaschinen-König Google, der auch das noch vergleichsweise kleine Feld der mobilen Displaywerbung beherrschen möchte. Dazu hat Google AdMob gekauft, den weltgrößten Marktplatz für Mobile-Werbung. Den Kartellis hat dieser Deal zuerst große Bauschmerzen bereitet, aber nicht zuletzt durch den Markteintritt von iAd gaben die Wettbewerbshüter grünes Licht.

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