Nach nur vier Monaten: MySpace-Co-Chef Hirschhorn schmeißt hin

18.06.2010
 

Mike Jones wird das soziale Netzwerk MySpace künftig alleine leiten. Der bisher mit Jones gleichgestellte Jason Hirschhorn hat die Brocken hingeworfen. Hirschhorn ließ am Donnerstag via Twitter verlauten, er gehe von Los Angeles zurück nach New York. Er glaube an MySpace und seine Führung.

Mike Jones wird das soziale Netzwerk MySpace künftig alleine leiten. Der bisher mit Jones gleichgestellte Jason Hirschhorn hat die Brocken hingeworfen. Hirschhorn ließ am Donnerstag via Twitter verlauten, er gehe von Los Angeles zurück nach New York. Er glaube an MySpace und seine Führung.

Facebook hat MySpace an Nutzerzahlen und Reichweite überholt und abgehängt. Deshalb steht das einst größte Social Network der Welt vor einer Neupositionierung. "Wir müssen unser Produkt in den nächsten sechs Monaten neu erfinden", sagte Co-President Mike Jones jüngst im Gespräch mit kress. MySpace soll wieder "cool" werden.

Vor knapp fünf Jahren hatte der Medienmogul Rupert Murdoch über seinen Konzern News Corp. das Social Network für 580 Mio Dollar gekauft. Damit wurde Murdoch auf einen Schlag zum Digital-Guru. Ein Werbedeal mit Google, der Ende Juni ausläuft, spülte 900 Mio Dollar in die Kasse.

Doch der Motor geriet ins Stocken, MySpace verlor in den vergangenen zwei Jahren an Popularität und Anhängerschaft. Seitdem der Kampf um den Titel des weltweit reichweitenstärksten Networks verloren ist, konzentriert man sich auf die Vorherrschaft als Entertainment-Network.

Eine Restrukturierung des Unternehmens hatte zahlreiche Standortschließungen zur Folge. Im Februar ging CEO Owen van Natta nach weniger als einem Jahr. Deutschland, nach den USA zweitwichtigster Standort für MySpace, hat an Gewicht gewonnen. Managing Director Joel Berger kümmert sich aus Berlin um die deutschsprachigen Märkte und Nordeuropa.

Mike Jones kam im April vergangenen Jahres als COO zu MySpace. Er ist Web-Unternehmer (Userplane, Tsavo Media) und war Senior Vice President bei AOL.

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