Springer vs. "manager magazin": Streit um Döpfners Gehalt

 

Aufregung bei Axel Springer: Das "manager magazin" hat am Freitag eine Rangliste "Deutschlands höchstdotierter Konzernchefs" veröffentlicht, die Springer-Boss Mathias Döpfner (Foto) mit einem geschätzten Jahresgehalt von 11,0 Mio Euro anführt. Er liegt mit seinem Salär sogar vor den Deutsch-Bankern Anshu Jain (10,3 Mio) und Josef Ackermann (9,4 Mio). Springer weist nur eine Gesamtvergütung des Vorstands aus und bezeichnet die Angaben des Magazins zu den Döpfner-Bezügen als "grob falsch". Man prüfe rechtliche Schritte.

Aufregung bei Axel Springer: Das "manager magazin" hat am Freitag eine Rangliste "Deutschlands höchstdotierter Konzernchefs" veröffentlicht, die Springer-Boss Mathias Döpfner mit einem geschätzten Jahresgehalt von 11,0 Mio Euro anführt. Er liegt mit seinem Salär sogar vor den Deutsch-Bankern Anshu Jain (10,3 Mio) und Josef Ackermann (9,4 Mio). Springer weist nur eine Gesamtvergütung des Vorstands aus und bezeichnet die Angaben des Magazins zu den Döpfner-Bezügen als "grob falsch".

Dem Springer-Vorstand gehören neben Döpfner noch Rudolf Knepper, Lothar Lanz und Andreas Wiele an. Das Unternehmen hat für 2009 eine Gesamtvergütung des Vorstands von 17,7 Mio Euro ausgewiesen. Gegenüber 2008 ist das eine Steigerung um mehr als ein Drittel. Damals betrug die Gesamtvergütung nur 13,1 Mio Euro. Das "manager magazin" hat auf die Gesamtvergütung Aktienoptionen aufgeschlagen und dann Döpfners Gehalt unter der Prämisse errechnen lassen, dass er das dreifache der übrigen Vorstandsmitglieder verdient. Die Annahme sei ein Erfahrungswert von Vergütungsberatern, heißt es in der Redaktion.

Ein Springer-Sprecher bezeichnet diese Art der Analyse als "reines Ratespiel". Im Geschäftsbericht gebe es "keinerlei Hinweis auf die Gehaltsverteilung unserer Vorstände". Außerdem blieben Sondereffekte wie Zahlungen für ausgeschiedene Vorstände unberücksichtigt. Bei Springer hat es aber zum 1. Mai 2009 einen Wechsel im Vorstand gegeben: Damals löste Lothar Lanz in dem Führungsgremium Steffen Naumann ab. "Wir dementieren die Behauptungen des manager-magazins ausdrücklich und prüfen rechtliche Schritte", so der Unternehmenssprecher. Was Döpfner wirklich verdient, will das Unternehmen freilich nicht verraten.

Ihre Kommentare
Kopf

Christian G. Christiansen, Berlin

25.06.2010
!

Die Vorstandsbezüge im ASV stiegen, lt. eig. Geschäftsbericht, um 35,11 % in 2009. Steffen Naumann wird es schon auf sich nehmen, dass er den grössten Teil von 4,6 Millionen als grosszügige Abfindung erhalten hat. Insofern können wir einem Springer-Sprecher ruhig Glauben schenken, dass Mathias Döpfner nicht mehr verdient, pardon erhält, als seine "Hausbanker". Aber man ist ja auf bestem Wege, diesen nachzu(g)eifern.
Ein bauernschlauer Tip: Beim Grosso muss doch noch viel Geld zu holen sein...


mfg

28.06.2010
!

Alles rein hypothetisch !
Das ist kein Gehalt - das sind Schadensersatzzahlungen :)


Ulf J. Froitzheim

28.06.2010
!

Wenn Döpfner ähnliche Telefoniergewohnheiten hat wie sein bekanntester journalistischer Untergebener, braucht er so ein Gehalt doch auch. :-)


RGV

29.06.2010
!

Aus meiner Sicht ist die Zahl gar nicht so falsch. insbesondere wenn man sich anschaut, zu welchen Konditionen Herr Döpfner sein Springer-Aktienpaket kaufen durfte. Alleine dort hat er zu heutigem Marktwert einen hohen einstelligen Millionenbetrag verdient.


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