"Ursache und Wirkung" in der Kommunikation: Ex-Burda-Mann Weigand eröffnet Karmacom in Freiburg

02.07.2010
 

Heiner Weigand (Foto), ehemals Online-Chef bei Burdas IT-Dienstleister Burda Digital Systems, hat das Unternehmen verlassen und vor wenigen Monaten in Freiburg eigene Flaggen gehisst: Weigands Firma Karmacom sucht nach nachhaltigen und ganzheitlichen Marketingkonzepten für den Kunden. "Hinter dem Begriff Karma steckt der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung", so Weigand, der das seinen Kunden auch in Sachen Kundenansprache bewusst machen will.

Heiner Weigand (Foto), ehemals Online-Chef bei Burdas IT-Dienstleister Burda Digital Systems, hat das Unternehmen verlassen und vor wenigen Monaten in Freiburg eigene Flaggen gehisst: Weigands Firma Karmacom sucht nach nachhaltigen und ganzheitlichen Marketingkonzepten für den Kunden. "Hinter dem Begriff Karma steckt der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung", so Weigand, der das seinen Kunden auch in Sachen Kundenansprache bewusst machen will.

"Trotz Werbe-Investitionen in Mio-Höhe, können ganze Imagekampagnen durch eine kleine Twitter-Post aus dem Ruder laufen", so Weigand. Er setzt daher im Unternehmenskern an, analysiert und baut Kommunikations-Strategien, bei denen Tun und Sagen im Einklang stehen. Das Ergebnis will er glaubhaft über die diversen on- und offline-Kanäle spielen. "Greenwashing" halte er für den falschen Ansatz, der einem eines Tages um die Ohren fliege. Der ehemalige BBDO-Manager konzentriert sich auf mittelständische Kunden und inhabergeführte Betriebe aus der Region, wo er sich "zunächst mal einen Namen machen möchte".

Zu seinen ersten Kunden zählt das Sanitätshaus Pfänder in Freiburg, für das er eine Marketingstrategie auflegt. Auf der Referenzliste stehen allerdings auch das Bundesfinanzministerium, an das er über seine ehemalige Gründung, die Artegic AG, gekommen ist und sein Ex-Brötchengeber Burda Digital Systems. Die Ehemaligen platziert Karmacom bei Facebook. Aufhänger ist das Networking-Event "Flashfactory", bei dem Burda Digital Systems seit vier Jahren mit Kunden und Start-Ups über digitale Geschäftsmodelle die Köpfe zusammensteckt.

Bei Burda Digital Systems, wo Weigand u.a. die Sparten E-Commerce für interne und externe Kunden beackert hat, ist Bernd Neunstöcklin als Head of Sales, E-Commerce nachgerückt. Neunstöcklin ist ebenfalls lange im Geschäft, hatte zuvor schon die Sparte Business Service geführt. Anfang des Jahrzehnts war er zum Geschäftsführer des Debis Systemhaus Medien berufen worden, einem Joint-Venture zwischen Burda und Debis Sytemhaus mit Sitz in Offenburg (kress.de vom 14. November 2000).

Weigand hat es in die Heimat und vor allem in die Selbstständigkeit zurück gezogen. Bei Burda hatte er Ende 2008 angeheuert (kress.de vom 7. November 2008), davor war Weigand Gründer und Vorstand der Artegic AG. Auf absehbare Zeit will er sein Büro auch personell verstärken. Um schlank zu bleiben, schaltet er Von Fall zu Fall externe Experten dazu, um den Wünschen und Nöten seiner Kunden zu begegnen.

Kleine, wendige Agentur-Boote präsentieren sich derzeit als trendiges Gegenmodell zu großen Network-Tankern: Unter anderen hat es sich etwa Ex-TBWA-CEO Hubertus von Lobenstein im Düsseldorfer Medienhafen nett gemacht (kress.de vom 9. März 2010). Ebenso hat sich Oliver Biermann, ehemaliger Geschäftsführer bei Ogily & Mather, mit einer kleinen Agentur in die Selbstständigkeit begeben (kress.de vom 15. April 2010). Zwar sind die großen Netzwerke teurer und sind per se weniger flexibel, bringen allerdings Strukturen und Kapazitäten mit, mit denen internationale Marken und Konzerne betreut werden wollen.

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