Johannes Friedmann wünscht sich was von Kurt Kister: Schmucke "SZ"-Wochenendausgabe und neues Layout

 

Johannes Friedmann, Vorsitzender des Herausgeberrates der "Süddeutschen Zeitung", hat dem "Spiegel" erzählt, was er von der neuen Chefredaktion unter Kurt Kister (Foto) erwartet: Er wünscht sich einen Umbau der Wochenendausgabe, so "dass wir damit die Sonntagszeitungen der Konkurrenz ersetzbar machen. Das könnte auch das 'SZ-Magazin' mit einbeziehen". Zudem brauche das Blatt "eine behutsame Modernisierung unseres Layout, das ja schon mehr als traditionell ist".

Johannes Friedmann, Vorsitzender des Herausgeberrates der "Süddeutschen Zeitung", hat dem "Spiegel" erzählt, was er von der neuen Chefredaktion der Tageszeitung unter Kurt Kister erwartet: Er wünscht sich einen Umbau der Wochenendausgabe, so "dass wir damit die Sonntagszeitungen der Konkurrenz ersetzbar machen. Das könnte auch das 'SZ-Magazin' mit einbeziehen". Zudem brauche das Blatt "eine behutsame Modernisierung unseres Layout, das ja schon mehr als traditionell ist".

Der Herausgeberrat hat am Mittwoch Kister zum Nachfolger von Chefredakteur Hans Werner Kilz bestellt (kress.de vom 30.Juni 2010). In der Chefredaktion gibt es zeitgleich zwei weitere Veränderungen: Wolfgang Krach macht ein Karriereschrittlein vom stellvertretenden Chefredakteur zum Stellvertreter des Chefredakteurs, und der Leiter Innenpolitik Heribert Prantl wird Mitglied der Chefredaktion.

Eine Doppelspitze sei für das Blatt nie vorgesehen gewesen, behauptet Friedmann im Gespräch mit dem "Spiegel", zumindest nicht im Herausgeberrat: "Uns war klar: Am Ende muss einer das Sagen haben. Das wollte ich so und auch die SWMH." Befürchtungen, der Mehrheitsgesellschafter SWMH wolle einen Sparkommissar an die Spitze setzen, seien ohne Grundlage gewesen: "Die Fama, wonach die SWMH aus der 'Süddeutschen' einen Goldesel auf Regionalbasis machen möchte, ist nicht nachvollziehbar. Die SWMH-Leute wissen sehr genau, was sie da für eine Zeitung erworben haben. Und auch ihnen war klar, dass in der redaktionellen Führungsspitze nur jemand sein kann, der die Kontinuität wahrt."

Die SWMH hält 81,25% am Süddeutschen Verlag, die Familie Friedmann den Rest. In wichtigen Personalfragen entscheidet bei der "SZ" der Herausgeberrat  Ihm gehören außer Johannes Friedmann noch Thomas Schaub, Eberhard Ebner und Christoph Schwingenstein an.

 

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