Star-Geplapper: Burda bringt "Chatter" zum Kampfpreis

05.07.2010
 

Über den Start war bereits gemunkelt worden, jetzt ist es offiziell: Burda launcht zum 7. Juli das Star- und Style-Magazin "Chatter". Das wöchentliche Heft ist auf Zeitungspapier gedruckt und für einen Kampfpreis von 50 Cent zu haben. Zielgruppe sind 18- bis 50-jährige Frauen mit Interesse an Stars, Affinität zu Mode - und natürlich hoher Konsumbereitschaft.

Über den Start war bereits gemunkelt worden, jetzt ist es offiziell: Burda launcht zum 7. Juli das Star- und Style-Magazin "Chatter". Das wöchentliche Heft ist auf Zeitungspapier gedruckt und für einen Kampfpreis von 50 Cent zu haben. Zielgruppe sind 18- bis 50-jährige Frauen mit Interesse an Stars, Affinität zu Mode - und natürlich hoher Konsumbereitschaft.

"Chatter" besteht aus einem 40-seitigen Mantel und einem 12-seitigen Inlay "Star Style" im Überformat. Aufgehängt ist das Magazin bei den Burda Medien Park Verlagen in Offenburg, verantwortlicher Herausgeber ist Reinhold Hubert. Als Chefredakteur zeichnet Boris Hächler verantwortlich, einst Vize-Chef der "Intouch" bei Bauer und zuletzt Oberhaupt beim Paparazzi-Portal Smash 24/7.

"Wir verbinden die Vorteile von Zeitungen und Zeitschriften: die Schnelligkeit und Aktualität der Zeitung mit dem Unterhaltenden und Tiefgang der Zeitschrift", sagt Reinhold Hubert zu kress. "Darüber hinaus bietet der Zeitungsteil natürlich produktionstechnisch die Möglichkeit einer größtmöglichen Aktualität". Für den Mittwoch als Erscheinungstag habe man sich entschieden, weil dann die meisten Magazine erscheinen würden, sagt Hubert und verweist darauf, dass 60% der Magazin-Auflage in den ersten drei Tagen verkauft werden. Wie viel Zeit er "Chatter" geben will, verrät Hubert nicht. Mehr als vier Ausgaben wird die Geduld allerdings vermutlich nicht reichen: "Wir werden sehr schnell wissen, ob wir bei der Auflage den Ziel-Korridor erreichen", sagt er.

Chefredakteur Boris Hächler will sich mit dem neuen Magazin schon auf den ersten Eindruck deutlich von der Konkurrenz abheben: "Die Optik kommt schnell auf den Punkt und erinnert an eine Tageszeitung – schnelle Unterhaltung, die auch gerne mal frech gegenüber den Stars ist und schnell konsumiert werden kann", sagt er im kress-Gespräch. Wobei die Promis nicht immer nur aus Hollywood stammen müssen: "Mindestens ein Drittel der Stars im Heft kommen aus Deutschland", verspricht er.

Für die Einführungskampagne auf allen Kanälen lässt Burda rund 3,6 Mio Euro brutto springen. Slogan der Kampagne (siehe auch auf kress.de): "Alles, was Stars über sich nicht lesen wollen". Die Druckauflage liegt zum Start bei 1,3 Mio Exemplaren, Anzeigenkunden garantiert der Verlag eine verkaufte Auflage von 500.000 Exemplaren.

Nach "Freundin Donna", "Mein schönes Land" und "Alley Cat" ist "Chatter" bereits der vierte Neustart aus dem Hause Burda in diesem Jahr. Die Offensive ist Teil des "Change"-Programms des Burda-Managements, sie gehört zum Strategiepunkt "Innovate". Burda werkelt bereits seit einiger Zeit an einem jungen People-Magazin. Zuletzt plante der Verlag einen "Bunte"-Ableger mit dem Arbeitstitel "Mausi". Hier hatte "InStyle"-Chefin Annette Weber die Federführung.

Billiger und früher als die Konkurrenz

Mit dem Weekly pinkelt Burda vor allem Klambt und Bauer ans Bein. Klambt verlegt gleich drei Magazine in dieser Sparte: "Grazia" in Eigenregie (Copypreis: 2 Euro), "OK"(1,90 Euro) zusammen mit Northern & Shell und "In - das Star- und Stylemagazin" (1,80 Euro) im Joint Venture mit Gruner + Jahr. Bauer schickt jede Woche "Intouch" (1,80 Euro) und "Life & Style" (1,90 Euro) ins Rennen. Mit dem Kampfpreis von 50 Cent ist "Chatter" deutlich billiger als die Konkurrenz. Zudem erscheinen die anderen Hefte alle einen Tag später, am Donnerstag.

Zeitgleich zum Heft startet Burda auch die Website "chatter.de". Sie soll nicht nur die Heftinhalte abbilden, sondern u.a. auch User-Votings, die ihren Weg ins Heft finden sollen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die "Intouch".

Für Anzeigenkunden hat der Verlag bereits die Mediadaten-Seite "chatter-mediafacts.de" eingerichtet.

Ihre Kommentare
Kopf

Frank

05.07.2010
!

Name, Inhalt und Aufmachung ist ja optimal zugeschnitten auf die Zielgruppe...Praktisch die Bildzeitung für die Generation Arabella.
Arabella...- wär ja auch ein netter Name für ein Frauenmagazin.


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