"Chatter" im kress-Check: Billig - aber sein Geld wert

 

Ab Mittwoch liegt "Chatter", Burdas neuer Billigheimer aus der Star- und Style-Ecke, am Kiosk - kress wirft schon heute einen Blick in das 50-Cent-Heft. Besonders auffällig ist das Zeitungspapier, auf dem "Chatter" daherkommt. Damit scheint "Chatter" nicht nur billig zu sein, sondern auch so wirken zu wollen. Auf höherwertigem Papier gedruckt ist das Inlay "Star Style Weekly", das auch ein wenig größer ist als das Hauptheft.

Ab Mittwoch liegt "Chatter", Burdas neues Billig-Star- und Style-Magazin am Kiosk, schon heute wirft kress einen Blick in das 50-Cent-Heft. Was auffällt ist das Zeitungspapier, auf dem "Chatter" daherkommt. Damit scheint "Chatter" nicht nur billig zu sein, sondern auch so wirken zu wollen. Auf höherwertigem Papier gedruckt ist das Inlay "Star Style Weekly". Auch ein wenig größer als das Hauptmagazin ist es.

"Chatter" scheint sich an britischen Tabloids zu orientieren. Trotz großer Überschriften, vieler Bilder und wenig Text ist das Magazin keine Augenweide. Die Themen dürften den Erwartungen der Zielgruppe entsprechen. Zur Erinnerung: Chefredakteur Boris Hächler will 18- bis 50-jährige Frauen mit Interesse an Stars, Affinität zu Mode und hoher Konsumbereitschaft als Käufer gewinnen (kress.de vom 5. Juli 2010).

Aufmacher des Erstlings ist Hollywood-Star Angelina Jolie, doch auch Lena, Sylvie van der Vaart und europäisches Blaublut sind Thema. "Mindestens ein Drittel der Stars im Heft kommen aus Deutschland", versprach Hächler. Wir haben nicht nachgerechnet: Auf den ersten Blick hält "Chatter" das Versprechen.

"Würden Sie Hugh Jackman von der Bettkante stoßen?"

Das Heft startet mit dem Ressort "News", wobei diese Rubrik sehr weit gefasst wird: So wird auch die Gewichtsentwicklung von Schauspielerin Kate Winslet in den vergangenen Jahren als Neuigkeit betrachtet. Es folgt auf nur einer Seite das Adels-Ressort "Royals". Das "Body"-Ressort beginnt mit der Mutmacher-Geschichte "Beach-Schocker", die die körperlichen Makel der vermeintlich perfekten Stars zelebriert. Weitere hässliche Schnappschüsse gibt's in "Unzensiert". Es folgen die Ressorts "TV-Serien" ("Popstars macht nur Mädels zur Nummer 1"), "Voting" ("Würden Sie Hugh Jackman von der Bettkante stoßen?"), "Rätsel" ("Welcher Bello gehört zu wem?"), "Party der Woche" und "Happy End".

"Star Style Weekly" beschäftigt sich mit dem Bedürfnis der Leser, ihren Stars optisch nachzueifern. Von den "Bikini-Tricks der Stars" über "Diane Kruger: Ihre Lieblings-Looks zum Nachstylen" bis hin zu "What's hot... what's not!": "Star Style Weekly" bietet Bekanntes aus anderen Mode-fixierten Frauenmagazinen wie "InStyle" in kondensierter Form. Zusätzlich tauchen im Hauptheft ab und an Style-Hinweise zu Star-Fotos auf - inklusive Nennung von Marke und Preis.

Fazit: Der Preis macht's

Auch wenn das Heft billig wirkt, für 50 Cent bekommt die Leserin das, was sie auch in den (deutlich teureren) Magazinen der Konkurrenz findet. Insgesamt wirkt "Chatter" wie ein Zwitter aus Zeitung und Magazin - der Verlag nennt das "Hybrid". Optisch unterliegt Burdas neues Baby mit diesem Konzept den Konkurrenztiteln "Grazia" (Heftpreis: 2 Euro), "OK"(1,90 Euro), "In - das Star- und Stylemagazin" (1,80 Euro), "Intouch" (1,80 Euro) und "Life & Style" (1,90 Euro). Dank des Kampfpreises könnte "Chatter" dennoch schnell Reichweite aufbauen.

Ihre Kommentare
Kopf

Annabelle Jackson

06.07.2010
!

Dieses innovative Magazin könnte es schon seit einem Jahr geben - entwickelt hatte es SABINE INGWERSEN (heute Vize bei BILD der Frau). Der Titel hieß "Talk to go!", gleiche Themen, Schriften, sogar der Grafiker stimmt überein :-)
Leider hatte die WAZ einst nicht den Mumm, die Sache durchzuziehen.
Herzlichen Glückwunsch an BURDA & viel Erfolg!!


Rayko T. Zenner

13.07.2010
!

"...gleiche () Schriften, sogar der Grafiker stimmt überein..."

Das spricht aber NICHT gerade FÜR den Grafiker. Wenn schon das Konzept nicht neu sein soll, so hätte man es wenigstens "neu" verpacken können...


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