Ausgabepreis bei 20 Euro: Ströer-Börsengang "mehrfach überzeichnet"

14.07.2010
 

Der Außenwerber Ströer Out-of-Home Media und seine Banken haben für den geplanten Börsengang (IPO) am Donnerstag den Ausgabepreis auf 20 Euro pro Papier festgelegt. Er liegt damit knapp unterhalb der Mitte der anvisierten Preisspanne. Insgesamt gehen 19,7 Mio Aktien im Wert von rund 393,9 Mio Euro in den Markt: 13,75 Mio neue Aktien, 4,16 Mio aus den Beständen des Ströer-Investors Cerberus und 1,79 Mio, die die beteiligten Banken später raushauen können, weil der IPO "mehrfach überzeichnet" sei, wie Ströer mitteilt.

Der Außenwerber Ströer Out-of-Home Media und seine Banken haben für den geplanten Börsengang (IPO) am Donnerstag den Ausgabepreis auf 20 Euro pro Papier festgelegt. Er liegt damit knapp unterhalb der Mitte der anvisierten Preisspanne. Insgesamt gehen 19,7 Mio Aktien im Wert von rund 393,9 Mio Euro in den Markt: 13,75 Mio neue Aktien, 4,16 Mio aus den Beständen des Ströer-Investors Cerberus und 1,79 Mio, die die beteiligten Banken später raushauen können, weil der "mehrfach überzeichnet" sei, wie Ströer mitteilt.

Ströer kassiert 275 Mio Euro, abzüglich der Transaktionskosten. Sollten alle Papiere der sogenannten Mehrzuteilung durch die Banken ("Greenshoe-Option") weggehen, spült das nochmals etwa 35,8 Mio Euro in die Ströer-Kassen. Cerberus hatte eine Option, seinen Aktienbestand vor IPO zu platzieren.

Rund 99% der Aktien hat Ströer bei institutionellen Anlegern im In- und Ausland untergebracht, der Rest geht an Private. Wegen der Überzeichnung bekommen Privatanleger 60% ihres gewünschten Aktienvolumens zugeteilt, maximal 1.000 Stück.

Um ein positives Signal im Markt abzusetzen, investiert auch die Führungsetage von Ströer: CEO und Mitgründer Udo Müller, Dirk Ströer, Sohn des verstorbenen zweiten Gründers Heinz Ströer und CFO Alfried Bührdel haben insgesamt 258.680 Aktien gekauft. Wert: rund 5,2 Mio Euro.

Sollten auch die Banken ihre Mehrzuteilung vollständig unterbringen, sieht die Anteilsverteilung am Ende so aus: Müller und Ströer halten zusammen mit 54,9% die Aktienmehrheit. 0,1% entfallen auf CFO Bührdel, etwa 44,9% sind im Streubesitz. Innerhalb der kommenden 12 Monate haben sich die drei Ströer-Top-Köpfe dazu verpflichtet, nicht zu verkaufen.

Die Erlöse sollen größtenteils in die Auslandsexpansion und Produktinnovation fließen. Geld wird allerdings auch benötigt um eine beträchtliche Verschuldung zurückzuführen. Kürzlich hatte die "WiWo" zudem Zahlen in den Ring geworfen, die das Investment von Müller & Co. weniger als Vertrauensbeweis ins eigene Unternehmen erscheinen lassen, als behauptet. Allein Müller sollen beim IPO rund 5 Mio Euro Bonus zufließen, Bührdel 2,7 Mio Euro.

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