Börsenneuling erwischt schlechten Tag: Ströer humpelt aufs Parkett

15.07.2010
 

Das Börsendebüt des Außenwerbers Ströer Out-of-Home Media verlief durchwachsen: Nach einem anfänglichen Plus von 3%, klappte der Kurs über den Tag wieder zusammen - und landete zum Börsenschluss beim Ausgabepreis von 20 Euro. Das Kölner Unternehmen erwischte einen ungünstigen Börsentag, der Dax fiel um 1%. "Früher habe ich gesagt, der Tag an dem ich die Glocke läute, ist der Höhepunkt meiner Karriere - hoffen wir, dass das nicht der Fall ist", sagte CEO Udo Müller (Foto) laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Börsendebüt des Außenwerbers Ströer Out-of-Home Media verlief durchwachsen: Nach einem anfänglichen Plus von 3%, klappte der Kurs über den Tag wieder zusammen - und landete zum Börsenschluss beim Ausgabepreis von 20 Euro. Das Kölner Unternehmen erwischte einen ungünstigen Börsentag, der Dax fiel um 1%. "Früher habe ich gesagt, der Tag an dem ich die Glocke läute, ist der Höhepunkt meiner Karriere - hoffen wir, dass das nicht der Fall ist", sagte CEO Udo Müller (Foto) laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Traditionell läuten die Chefs beim Börsengang ihres Unternehmens die Glocke auf dem Frankfurter Parkett zum Handelsbeginn. Ströer setzt Hoffnungen in den Börsengang; das Geld wird benötigt um im Ausland zuzukaufen, neue Produkte zu finanzieren und die ungünstige Kapitalstruktur des Unternehmens - hohe Schulden, wenig Eigenkapital - zu verbessern.

Aus der Ausgabe neuer Aktien fließen Ströer knapp 300 Mio Euro zu. Daneben veräußert der Finanzinvestor Cerberus ein Aktienpaket im Wert von 83 Mio Euro. Eventuell soll eine Mehrzuteilung der Konsortialbanken nochmals fast 40 Mio Euro bringen - je nachdem wie die weitere Nachfrage ausfällt. Der Börsengang sei mehrfach überzeichnet gewesen, hatte Ströer am Mittwoch vermeldet. 99% der Aktien allerdings hatte das Unternehmen im Vorfeld an institutionelle Anleger verdealt.

Börsenexperten bewerten Ströers Börsengang in schwachen Zeiten als "mutig", das Umfeld ist alles andere als günstig. Ströer ist der drittgrößte Börsengang heuer in Frankfurt, um Ostern herum war schon Kabel Deutschland aufs Parkett gestiegen und hat es mittlerweile in den MDax geschafft. Da will Müller mit Ströer auch hin.

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