Stellenabbau in der Produktion: "Kieler Nachrichten" streichen 58 Stellen

16.07.2010
 

Beim Verlag der "Kieler Nachrichten" fallen 58 Stellen weg. Das teilte der Verlag am Freitagnachmittag mit. Die Kürzungen betreffen hauptsächlich Service-Personal bei der telefonischen Kunden- und Leserbetreuung und Angestellte der Satzherstellung. Künftig sollen Externe die Jobs übernehmen. Der Verlag hat die Mitarbeiter bereits am Donnerstag in Kenntnis gesetzt. Hintergrund? Einmal mehr die Anzeigenkrise -

Beim Verlag der "Kieler Nachrichten" fallen 58 Stellen weg. Das teilte der Verlag am Freitagnachmittag mit. Die Kürzungen betreffen hauptsächlich Service-Personal bei der telefonischen Kunden- und Leserbetreuung und Angestellte der Satzherstellung. Künftig sollen Externe die Jobs übernehmen. Der Verlag hat die Mitarbeiter bereits am Donnerstag in Kenntnis gesetzt.

Hintergrund ist einmal mehr die Anzeigenkrise - der Schwund betrage 35% in den vergangenen drei Jahren, so Chefredakteur und Geschäftsführer Jürgen Heinemann - vor kurzem erst ins Amt gehievt. "Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat uns wie alle Verlage in einer bisher nicht erlebten Härte getroffen. Wellenbewegungen im Geschäftsverlaufs hat es immer gegeben, aber seit 2007 befinden wir uns in einer ständigen Abwärtsbewegung", so Heinemann.

Die Sparten Vermarktung, Vertrieb und Druck bleiben offenbar verschont, ebenso die Redaktion. "Unsere Leser müssen sich keine Sorgen machen, dass wir am redaktionellen Teil sparen", verspricht der Chef.

Dennoch: "Nachdem wir in allen Bereichen unsere Kosten auf ein Mindestmaß reduziert haben, die Vertriebspreise angepasst haben, sind jetzt personelle Maßnahmen, auch in dieser Größenordnung unvermeidbar", so Heinemann - auch wenn dies schmerzhaft sei.

Laut IVW setzt die Gesamtausgabe der "KN" 105.015 Exemplare ab, rund 90% gehen an Abonnenten. Ein Jahr zuvor waren es noch knapp 107.000, im ersten Quartal 2008 verkauften die "KN" 107.637 Exemplare. Im Vergleich zu den Kioskverkäufen gingen die Abo-Zahlen in den vergangenen Quartalen überproportional stark zurück.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.