Betrieb der Website kein Geschäftsmodell mehr: FHM setzt voll auf Facebook

 

Das Männer-Lifestyleblatt "FHM" hat seine Website unter www.fhm-online.de abgeschafft und setzt voll auf das Social Network Facebook. Potenziellen Werbekunden teilt der Verlag Egmont mit: "Wir sind da, wo unsere Leser sind, auf Facebook: Die Interaktion mit unseren Lesern ist für uns das Wichtigste." Für das Geschäftsmodell einer Website sehe der Verlag "langfristig keine Perspektive".

Das Männer-Lifestyleblatt "FHM" hat seine Website unter www.fhm-online.de abgeschafft und setzt voll auf das Social Network Facebook. Potenziellen Werbekunden teilt der Verlag Egmont mit: "Wir sind da, wo unsere Leser sind, auf Facebook: Die Interaktion mit unseren Lesern ist für uns das Wichtigste." Für das Geschäftsmodell einer Website sehe der Verlag "langfristig keine Perspektive".

"FHM" folge damit einem Trend aus den USA, heißt es. Dort würden Filme, CDs und ganze Kampagnen auch nur noch auf Facebook stattfinden. Zumindest im deutschen Zeitschriftenmarkt dürfte "FHM" aber das erste Magazin sein, dass sich die Website spart und täglich die ein oder andere Meldung an die Freunde der Zeitschrift schickt.

"FHM" hat auf Facebook derzeit rund 20.000 Freunde. Die Redaktion stellt ihnen fragen wie "Wer schaut heute Abend Charlottes neue Show auf ProSieben?" oder "Wie findet ihr eigentlich Cristiano Ronaldos "Me, you, fuck, fuck?" als Anmachspruch?" An Kommentaren mangelt es nicht.

Das Kerngeschäft für "FHM" liege derweil "weiterhin am Kiosk", so Egmont.

Ihre Kommentare
Kopf

Olaf Meerkatz

22.07.2010
!

Na ja – so ganz konsequent ist das auch wieder nicht: Für ihre Gewinnspiele linken sie dann wieder heimlich zurück auf ehapa.de


Marc

22.07.2010
!

Weil Gewinnspiele auf Facebook selbst verboten sind.


Dieter

22.07.2010
!

und was ist daran neu? das ist doch schon seit Wochen so.... und: wen störts?


Christian Meier

Christian Meier

WeltN24 GmbH
Redakteur für Medienthemen

22.07.2010
!

@Dieter - Keine Ahnung, wen es stört. Uns jedenfalls nicht. Aber ist doch eine interessante Geschichte, dass ein Magazin seine digitalen Aktivitäten auf der Plattform eines anderen Anbieters entfaltet und sich die eigene Website spart. Vielleicht kennen Sie ja noch andere Beispiele von Titeln, die das so machen oder vorhaben?


andosch

22.07.2010
!

vorreiter war dafür glaub http://www.skittles.com/, die statt eigener webseite nur fb/twitter/flickr/ nutzten. komischerweise jetzt aber wieder ne eigene präsenz haben.. aber im prinzip ist es zwar möglich mit cloud- und social diensten komplett alles auszulagern. allerdings ist man auch der willkur der anbieter überlassen. und facebook ändert ja ständig was an seinen bedingungen/einstellungen/services, etc.


Mike

23.07.2010
!

Ich glaube nicht, das solche ein Modell Zukunftspotential besitzt. Facebook und Co. werden wohl immer mehr in reguläre Webseiten mit einfließen, aber diese ersetzen werden diese dann doch nicht. Vor allem, wenn man eigenes Datenkontingent und Service anbieten will.


Borahm

23.07.2010
!

Das hat nichts mit Innovation zu tun! Schwache Onlineredaktion, kaum Besucher (Im Vergleich zur Konkurrenz) und kein Geld für ein neues Webseitenkonzept.


criticus

23.07.2010
!

Simple Idee, die Facebok User sollen verstärkt auf die Printausgabe gelenkt werden, mit der weiterhin das Geschäft gemacht wird, getreu der Erkenntnis "print makes money, online wastes money".


Anette

23.07.2010
!

wenn das nicht zukunftsführend ist, dann weiß ich auch nicht......


Johannes

24.07.2010
!

Das sieht mir auch eher danach aus, als ob denen der Online Werbe Etat knapp wird.
Grundsätzlich find ich die Idee schon gut aber dann sollte man dem Nutzer auch wirklich Inhalte auf der Facebook Seite bieten. Die zusätzlichen "Gewinnspiel-" und "Aktuelle Ausgabe-Reiter" sind ja ein Witz. VW macht das z.B. gut finde ich.

Ansonsten stimme ich Mike zu, dass Facebook in Zukunft immer stärker in Websites integriert wird um eine Interaktion mit dem Nutzer herzustellen, aber diese nicht ersetzen wir


Stefan

26.07.2010
!

Versuch der Positiv-PR für eine Negativ-Online-Entwicklung ihrer Website


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