Nach Gerichtshof-Beschluss: Google erlaubt Werbung mit fremden Markennamen

04.08.2010
 

Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im März 2010 über die Zulässigkeit von Markennamen im Suchmaschinenmarketing, passt Google seine Markenrichtlinie in Europa an. Künftig ist es offiziell erlaubt, fremde Markennamen als Keywords zu buchen. Bisher konnten sich Markeninhaber darüber beschweren. Der Gerichtshof hatte in der Sache zugunsten von Google und gegen den Luxusgüterkonzern LVMH entschieden.

Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im März 2010 über die Zulässigkeit von Markennamen im Suchmaschinenmarketing, passt Google seine Markenrichtlinie in Europa an. Künftig ist es offiziell erlaubt, fremde Markennamen als Keywords zu buchen. Bisher konnten sich Markeninhaber darüber beschweren. Der Gerichtshof hatte in der Sache zugunsten von Google und gegen den Luxusgüterkonzern LVMH entschieden.

Eine Möglichkeit zur Beschwerde bleibt aber: Ist der Markeninhaber der Ansicht, dass eine anderes Unternehmen den Nutzer "verwirrt", kann er sich bei Google beschweren. Die Verwirrung kann z.B. darin bestehen, dass fälschlicherweise der Eindruck erweckt wird, die Internetseite gehöre zum Markeninhaber - oder aber es würden geschützte Markenprodukte und -Dienstleitungen verkauft. In entsprechenden Fällen löscht Google die Anzeige. Durch diese Regelung kann LVMH (u.a. Louis Vuitton) also nach wie vor gegen Produktpiraterie vorgehen. 

Die neue Richtlinie tritt zum 14. September in Kraft. Damit gleicht Google die Vorgehensweise in Europa an die in anderen Ländern an. In den USA und Kanada können Inserenten bereits seit 2004 Anzeigen zu fremden Markennamen schalten, in Großbritannien und Irland seit 2008 und in diversen anderen Ländern seit Mai 2009.

Die Richtlinie gilt nur für die Keywords, also jene Suchwörter, bei denen eine Anzeige erscheinen soll. Im Anzeigentext selbst ist die Nutzung von fremden Handelsmarken nach wie vor verboten.

Ihre Kommentare
Kopf

NetBooster Agency

04.08.2010
!

Das heißt, dass ein Unternehmen, das in Europa bei Google Anzeigen schaltet, geschützte Marken in seinen „Google Adwords“-Kampagnen als Suchbegriffe verwenden kann. Google wird diese Anzeigen nicht mehr automatisch sperren.

Es ist zu erwarten, dass Markenpiraterie im Online-Marketing und insbesondere im SEM-Bereich stark zunehmen wird.

Mehr zum Markenschutz bei NetBooster
http://www.netbooster-agency.de/Online-Markenschutz-Tool


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.