Stress bei "Chatter": Hächler geht, Pölzer muss ran

 

Boris Hächler, 42, ist nicht länger Chefredakteur des wöchentlichen Klatschheftes "Chatter". Am Donnerstagabend unterrichtete Reinhold G. Hubert, Geschäftsführer der Medien Park Verlage, seine Mannschaft darüber, dass Robert Pölzer (Foto), 49, zum 1. September seine Nachfolge übernimmt. Pölzer ist bei Burda in Offenburg bereits Redaktionsdirektor Entertainment-Magazine und Chefredakteur der Weeklies "Freizeit Revue" und "Freizeit Spass".

Boris Hächler, 42, ist nicht länger Chefredakteur des wöchentlichen Klatschheftes "Chatter". Am Donnerstagabend unterrichtete Reinhold G. Hubert, Geschäftsführer der Medien Park Verlage, seine Mannschaft darüber, dass Robert Pölzer, 49, zum 1. September seine Nachfolge übernimmt. Pölzer ist bei Burda in Offenburg bereits Redaktionsdirektor Entertainment-Magazine und Chefredakteur der Weeklies "Freizeit Revue" und "Freizeit Spass".

Burda hat die Personalie selbst bereits auf einer Unternehmens-Website verkündet. Nachdem Hächler das Magazin "erfolgreich entwickelt und am Markt eingeführt" habe, gehe er zurück in den Bereich Entwicklung, heißt es dort. Bei diesem Statement dürfte es sich indes um Verlagslyrik handeln: Nach kress-Infos hat sich Hubert am Donnerstagabend unzufrieden mit der bisherigen Entwicklung von "Chatter" gezeigt. Das Heft habe nach der jüngsten Copypreis-Erhöhung von 50 auf 70 Cent eine verkaufte Auflage von 180.000 Exemplaren erreicht (nur Grosso-Auflage).

Eine Verlagssprecherin hat unterdessen folgende Verkaufszahlen für die Ausgabe 32 genannt: Der Gesamtverkauf mit Bordverkauf beträgt demnach 258.800 Exemplare, übers Grosso Inland habe man 207.000 Exemplare abgesetzt. Burda hat den Heftpreis erst mit Ausgabe 34 erhöht.

"Chatter" wird auf Zeitungspapier gedruckt und erscheint seit Juli (kress.de vom 5. Juli 2010). Burda garantiert Anzeigenkunden eine verkaufte Auflage von 500.000 Exemplaren - der Abstand zur bisher erreichten Auflagenhöhe ist also beträchtlich. Der Führungswechsel von Hächler zum bewährten Yellow-Experten Pölzer dürfte der letzte Versuch sein, das Ruder noch einmal herumzureißen. Dem Vernehmen nach hat Hubert ihm dafür vier Wochen Zeit gegeben.

Ihre Kommentare
Kopf

alice alimia

29.08.2010
!

Ex und Hopp: das ist typisch Burda und typisch Hubert. Und jetzt bekommt nicht einmal mehr die Klatsch- und Tratsch-Presse "ganz unten" Zeit, sich ihr Publikum zu suchen. Burda/Hubert hat schon 1998 - 2000 nach der Entwicklung zweier Magazine sehr schnell aufgegeben. Aber was soll´s: Hauptsache, man kann die Mitarbeiter ausbeuten, dann vor die Tür setzen und gleichzeitig alles abschreiben . wow! Zeitschriften made in offenburg!


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