"Focus" macht mehr Meinung: Klonovsky leitet neues Debattenressort

 

Der "Focus" macht ab sofort mehr in Meinung: Er bekommt ein Ressort Debatte, angesiedelt in der Mitte des Magazins, mit Analysen, Essays, Kommentaren und Glossen zu aktuellen Streitfragen. Leiter wird Michael Klonovsky (Foto), 48, bisher Chef vom Dienst Text beim "Focus".

Der "Focus" macht ab sofort mehr in Meinung: Er bekommt ein Ressort Debatte, angesiedelt in der Mitte des Magazins, mit Analysen, Essays, Kommentaren und Glossen zu aktuellen Streitfragen. Leiter wird Michael Klonovsky, 48, bisher Chef vom Dienst Text bei "Focus". Er gehört der Redaktion seit 1992 an und betätigt sich auch als Schriftsteller und Essayist: Zuletzt veröffentlichte er den Band "Lebenswerte" und "Der Schmerz der Schönheit. Über Giacomo Puccini".

Im neuen Debattenressort des "Focus" sollen "prominente Autoren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Literatur" zu Wort kommen. Am kommenden Montag geht es - Überraschung - um die von Thilo Sarrazin ausgelöste Migrations-Debatte. Im "Focus" äußern sich dazu die Frauenrechtlerinnen Necla Kelek und Alice Schwarzer, der Philosoph Norbert Bolz, der Schriftsteller Rafael Seligmann und der Politiker Oswald Metzger. Außerdem wird der FDP-Generalsekretär Christian Lindner einen Vier-Punkte-Plan zur Bildungspolitik vorstellen.

"Focus hat Mut zur Meinung und mischt sich in die großen Debatten der Republik künftig stärker ein. Wir öffnen das Magazin für kluge Autoren mit Deutungsmacht", schreiben die Chefredakteure Uli Baur und Wolfram Weimer in einer Pressemitteilung. Das neue Ressort trägt die Handschrift von Weimer, der seit Juli Chefredakteur des Magazins ist. Er lässt sich seitdem quasi im Wochentakt etwas Schönes für den "Focus" einfallen, etwa eine Kooperation mit dem "Economist" (kress.de vom 12. August 2010) oder einen "literarischen Salon" (kress.de vom 29. Juli 2010).

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.