Mehr Einfluss: Dreyer zieht in den dapd-Vorstand ein

14.09.2010
 

Mehr Macht für Cord Dreyer, 46: Der Geschäftsführer und Chefredakteur der dapd nachrichtenagentur GmbH zieht in den Vorstand der dapd media holding AG ein. Dort soll er Martin Vorderwülbecke und Peter Löw unter die Arme greifen. Entscheidungswege, beispielsweise für Investitionen, könnten mit Dreyer als Vorstand verkürzt werden.

Mehr Macht für Cord Dreyer, 46: Der Geschäftsführer und Chefredakteur der dapd nachrichtenagentur GmbH zieht in den Vorstand der dapd media holding AG ein. Dort soll er Martin Vorderwülbecke und Peter Löw unter die Arme greifen. Entscheidungswege, beispielsweise für Investitionen, könnten mit Dreyer als Vorstand verkürzt werden. 

Die Nachrichtenagenturen ddp und DAPD bieten seit September einen gemeinsamen Basisdienst unter dem Namen dapd an. Für den neuen Basisdienst arbeiten 200 Textredakteure und 77 feste Fotografen, dazu kommen weitere 200 redaktionelle Mitarbeiter im Inland (dazu das nicht-unternehmenseigene AP-Netzwerk im Ausland). Konkurrent dpa beschäftigt laut Eigenangaben 800 Redakteure, davon 100 im Ausland und zudem "viele Tausend" freie Mitarbeiter.

Dreyer hatte im Juli die neue Strategie vorgestellt und dabei vorausgesagt,  dass die Zahl der Medien steigen werde, die mit nur einer Nachrichtenagentur auskommen müssten. Darum positioniert sich die Gruppe mit einem umfassenden In- und Auslandsdienst neu. Das Kalkül dahinter: Wenn die These stimmt, hat Marktführer dpa eine Alleinstellung und kleinere Agenturen zur Ergänzung werden von den Kunden aus Kostengründen vermutlich abbestellt. Darum besteht die Überlebenschance darin, als Vollprogramm aufzutreten - und damit dpa anzugreifen.

Dreyer leitet seit April 2010 die Agenturen ddp sowie die ehemalige deutsche AP, die der dapd media holding AG gehören und inzwischen unter dem Namen dapd zusammenarbeiten. Zuvor war er Geschäftsführer und Chefredakteur der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt.

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