Bei der Premiere des Deutschen Radiopreises wurden am Freitagabend herausragende Radio-Macher und Hörfunkproduktionen des Jahres 2010 ausgezeichnet. Bester Moderator ist Jochen Trus vom Berliner Spreeradio, die beste Morgensendung stammt vom Berlin-Brandenburger Radio Eins. Ein Sonderpreis ging u.a. an Antenne Bayern.

Die von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein moderierte Gala wurde von 26 öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern live übertragen und zeitversetzt vom NDR-Fernsehen ausgestrahlt. Künstler wie Phil Collins, Jason Derulo, Ich + Ich, Lena und Silbermond sorgten für Musikeinlagen.

Die Gewinner im Einzelnen:

Beste Moderation: Jochen Trus (105,5 Spreeradio Berlin)
Beste Morgensendung: "Der schöne Morgen" (RBB radioeins)
Beste Höreraktion: "Ganß nah dran" Spezial – das DDR Experiment (Antenne Thüringen)
Beste Comedy: "Neues vom Känguru" (RBB Fritz)
Bestes Interview: "Montalk" (WDR 2)
Beste Reportage: "Letzte Fahrt ins Spielzeugland" (Nordwestradio / Radio Bremen und NDR)
Beste Recherche: "Bonga Boys. Global Village Stories" (WDR/SR/SWR/RBB/DLF)
Bestes Sportformat: "Liga Live" (WDR 2)
Beste Musiksendung / Beste Sendung: "Lange Nacht: Dir gehört mein Leben" (Deutschlandradio Kultur)
Bestes Sounddesign: "Electronic Musik Poems" (Sunshine Live)
Beste Innovation:"Die Frage on3-radio" (Bayerischer Rundfunk)

Sonderpreise des Beirats gingen an:

  • den Moderator John Ment, der seit über 20 Jahren bei Radio Hamburg herausragende Arbeit leistet,
  • das Hörfunk-Team der ARD bei der Fußball-Weltmeisterschaft für die hervorragende Berichterstattung aus Südafrika,
  • Antenne Bayern, das seit Jahren durch Kreativität und Kontinuität beeindruckt,
  • und an Phil Collins, der zu den meistgespielten Interpreten im deutschen Radio gehört.

Überreicht wurden die Preise den Gewinnern von prominenten Laudatoren, unter ihnen der Journalist Stefan Aust, ARD-Moderator Reinhold Beckmann, Fußballexperte Reiner Calmund, die Schauspieler Gesine Cukrowski, Thomas Heinze, Roman Knižka und Christine Neubauer, die Sängerin und Moderatorin Kim Fisher, der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der Entertainer und Comedian Thomas Hermanns, ZDF-Moderatorin Maybrit Illner und Boxweltmeister Wladimir Klitschko.

Für den Deutschen Radiopreis haben sich erstmals die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender Deutschlands zusammengetan, um die herausragenden Leistungen eines Jahres auszuzeichnen. Der Preis wird von den Hörfunkprogrammen der ARD, Deutschlandradio und den Privatradios in Deutschland in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg gestiftet. Die Federführung liegt beim NDR.

Im Beirat des Radiopreises sind neben dem Adolf-Grimme-Institut, das auch die unabhängige Jury für den Radiopreis stellte, die Radiozentrale (gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks) und die großen Radio-Vermarkter AS&S und RMS.

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