Tom Standage, Digital Editor des "Economist": "Wir sind nicht mit Print verheiratet"

 

Ende des Jahres kommt der britische "Economist" mit digitalen Versionen seiner Zeitung für das iPhone, das iPad und weitere mobile Endgeräte auf den Markt. Dies kündigt Tom Standage (Foto), Digital Editor des "Economist", im Gespräch mit dem kressreport an. In fünf Jahren soll ein Fünftel der Leser das Blatt mobil und digital beziehen.

Ende des Jahres kommt der britische "Economist" mit digitalen Versionen seiner Zeitung für das iPhone, das iPad und weitere mobile Endgeräte auf den Markt. Dies kündigt Tom Standage (Foto), Digital Editor des "Economist", im Gespräch mit dem kressreport an. In fünf Jahren soll ein Fünftel der Leser das Blatt mobil und digital beziehen.

Beim "Economist" wäre man froh, sagt Standage, wenn Leser in manchen Teilen der Welt auf digitale Versionen umschwenkten: "Wir sind nicht mit Print verheiratet." Dennoch gebe es keinen Anlass zu glauben, dass Print aussterbe. Er denke manchmal, der "Economist" werde das letzte gedruckte Magazin auf der Welt sein. Denn: "Wenn es eine Zielgruppe gibt, die sich eine super High-End-Ausgabe einer Zeitschrift leisten kann und will, dann sind es unsere Leser."

Als Digital Editor ist Standage verantwotlich für die Website www.economist.com sowie die Ausgaben auf Smartphones, Tablets und E-Readern. Der Verlag arbeite derzeit an einem Content Delivery System, das mit allen Gerätetypen funktionieren soll.

Auch für das leidige Abo-Thema glaubt der "Economist" eine Lösung gefunden zu haben - der Kauf des Abos soll nicht innerhalb der geplanten App getätigt werden, sondern auf einer Website, auf die man die Abokunden aus der App umleitet. So behalte man die vollen Umsätze und die Kundenbeziehungen.

Der "Economist" gilt als eines der erfolgreichsten Printmagazine weltweit. Auch,  weil in den vergangenen Jahren die Auflage kontinuierlich stieg. In Deutschland sorgte der "Focus" just mit einer "Economist"-Kooperation für Schlagzeilen. Mehr über die "Economist"-Strategie im aktuellen kressreport 19/2010. Hier geht es zur Einzelheftbestellung, hier kann man ein kostenloses Testabo abschließen.

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