10.000 Schlecker-Filialen: kaufDA steigt ins Mobile-Couponing-Geschäft ein

23.09.2010
 

Das Internet-Portal kaufDA steigt mit Schwung ins Geschäft mit mobilen Rabattmarken ein: Zum Start kooperiert kaufDA mit dem Drogerie-Konzern Schlecker. kaufDA-Nutzer können ihre Gutscheine damit künftig bundesweit in mehr als 10.000 Filialen einlösen. Damit dehnt das Unternehmen sein ortsbasiertes Geschäftsmodell aus -

Das Internet-Portal kaufDA steigt mit Schwung ins Geschäft mit mobilen Rabattmarken ein: Zum Start kooperiert kaufDA mit dem Drogerie-Konzern Schlecker. kaufDA-Nutzer können ihre Gutscheine damit künftig bundesweit in mehr als 10.000 Filialen einlösen.

Erster Deal: Beim Kauf eines Gillette Fusion Rasierers und zusätzlich passenden 4er-Klingen gibt's sechs Euro Rabatt. Vehikel ist die kaufDA-App namens kaufDA Navigator, die der Betreiber für iPhone und seit kurzem auch für Android-Smartphones anbietet. Alternativ können Nutzer den Coupon auch im Netz abrufen, ausdrucken und vor Ort einlösen.

"Durch unsere Kooperation mit kaufDA erweitern wir unser Kommunikationsportfolio und können Kampagnen sowohl national wie auch regional sehr flexibel gestalten. Die Nähe zum Kunden hat uns überzeugt", so Volker Schurr, Marketing-Chef von Schlecker.

"Die umfangreichen Stärken mobiler Coupons spielen wir jetzt erstmals im Rahmen der nationalen Schlecker-Kampagne aus. Unser Ziel ist klar: Mit lokalen Services im Bereich des Mobile-Couponings wird kaufDA seine Führungsposition im Bereich standortbezogenen Online-Dienstleistungen auch in Zukunft weiter ausbauen", sagt Christian Gaiser, Ko-Gründer und geschäftsführender Gesellschafter.

Unlängst hat kaufDA die Firma DeutschlandCoupon übernommen, um im Geschäft mit Online-Gutscheinen und Mobile-Coupons mitmischen zu können (kress.de vom 4. August 2010). Bislang sah sich kaufDA als Ergänzung zu Anzeigenblättern, mit dem Angebot Prospekte mit Produktofferten online verfügbar zu machen und Kunden in umliegende Discounter, Elektronik- und Bau-Märkte zu lotsen. Anzeigenblatt-Verlage stehen dem Anbieter skeptisch gegenüber, andere wie "Tagesspiegel" oder WAZ kooperieren.

Die Handy-Gutscheine sollen den Anreiz für Kunden noch erhöhen. Pionier unter den Anbietern für - bislang kostenlose - Mobile-Coupons ist das Kölner Unternehmen Coupies, an dem u.a. die Venture-Firma von Sevenload-Mitgründer Axel Schmiegelow beteiligt ist (kress.de vom 7. Juli 2010). Über die Coupies-Smartphone-Software lassen sich ebenfalls mobile Gutschein-Kampagnen fahren. Bislang größter Coupies-Coup war eine Kooperation mit Kentucky Fried Chicken. Auch die Kinokette UCI und Schuhläden von Footlocker sind an Bord.

Über eine Kooperation hat sich zuletzt das Crowd-Shopping-Angebot DailyDeal die Coupies-Technik gesichert, um käuflich erworbene Gutscheine auch via Handy nutzbar zu machen. Coupies profitiert von der Reichweite von DailyDeal, zudem verbindet beide Unternehmen eine Vertriebspartnerschaft (kress.de vom 9. September 2010).

Neben DailyDeal beherrscht Groupon (ehemals Citydeal), mit Abstrichen auch westdeal von der WAZ Mediengruppe, den Markt mit Rabattgutscheinen. Konzept: Gutscheine werden in begrenzter Frist nur im Gros an Online-Käufer abgegeben. Kunden sind hauptsächlich lokale Dienstleister wie Restaurants, Bars, Kosmetikstudios, die über Groupon- / DailyDeal-Aktionen in der Region für ihr Geschäft trommeln. Über das Geschäftsmodell lassen sich lokale Reichweiten zu Geld machen, wie das die WAZ oder auch DuMont ("Express-Deal") in Kooperation mit DailyDeal probieren.

kaufDA greift online nach eigenen Angaben auf eine Reichweite von rund 11 Mio Unique User zurück, Kooperationspartner sind "meinestadt.de" oder "T-Online" (die Telekom ist mittelbar neben Otto auch an kaufDA beteiligt). "Auch mobil bietet die kaufDA Navigator-Linie mittlerweile die größte Reichweite im Bereich der standortbezogenen Angebote", sagt Geschäftsführer Gaiser. Die "Vielfalt an Inhalten - gerade im Vergleich zu Wettbewerbern - schafft für die Verbraucher zusätzliche Anreize, sich für den kaufDA-Service zu entscheiden", so Gaiser weiter.

Über Discounter und Einzelhändler hinaus will Gaiser künftig ebenfalls die lokalen Dienstleister und Restaurants (etwa McDonald's) als Kunden für sein ortsbasiertes Geschäftsmodell gewinnen. Mit dem Einstieg ins Mobile Couponing rückt er mittelbar auch Groupon und DailyDeal auf den Pelz - denn ob Kunden selbst bezahlte oder unbezahlte Coupons einlösen gerät letztlich zum Detail.

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